Mainz sagt Rosenmontagszug ab, Düsseldorf zögert noch

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Verkleidete Karnevalisten in Düsseldorf beim "Kö-Treiben". Wegen eines heraufziehenden Sturmtiefs haben etliche Städte Karnevalsumzüge abgesagt. Foto: Roland Weihrauch

Düsseldorf/Köln - Nach der Absage des Mainzer Rosenmontagszugs wegen einer Sturmwarnung müssen die Jecken in Nordrhein-Westfalen noch bangen: Köln will auf jeden Fall feiern, Düsseldorf zögert noch.

Wegen des heraufziehenden Sturmtiefs entscheidet der Düsseldorfer Karnevalsverein gegen 8.00 Uhr, ob der Rosenmontagszug in der Landeshauptstadt abgesagt wird.

Eine Koordinierungsgruppe will dann ein letztes Mal über die Wetterprognosen beraten und eine Entscheidung treffen. Dem Sicherheitskonzept zufolge muss der Zug ab Windstärke 8 abgesagt werden. Nach den Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes wird der Sturm sogar noch etwas stärker als zunächst erwartet.

Der Mainzer Carneval Verein (MCV) hatte am Sonntagabend entschieden, den Zug sturmbedingt abzusagen. Kurz darauf folgte auch aus Münster eine Absage. Zuvor waren schon die Züge in Essen-Kupferdreh, Duisburg, Hagen und Wenden im Sauerland gestrichen worden.

Der Kölner Rosenmontagszug soll dagegen stattfinden - allerdings mit Einschränkungen. Die Prunkwagen samt Figuren sollen wie geplant rollen. Nur Großfiguren in den Fußgruppen sind nicht zugelassen, ebenso wie Fahnen und Trageschilder. Der Zug findet außerdem ohne die sonst üblichen 500 Pferde statt. An den Zuschauertribünen werden Dächer und Rückwände entfernt, damit sich diese nicht lösen und umherfliegen können. Am Morgen (8.30 Uhr) gibt es erneut eine Pressekonferenz zum aktuellen Stand.

dpa

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