Keine Entwarnung trotz sinkender Pegelstände

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Trotz weiter sinkender Pegelstände gibt es in Mitteldeutschland keine Hochwasserentwarnung.

Potsdam - Trotz sinkender Pegelstände der Schwarzen Elster ist am Sonntag im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster der Katastrophenalarm aufrechterhalten worden.

Die Wassermassen drückten weiter auf die aufgeweichten Deiche, sagte eine Sprecherin des Landkreises. Obwohl in Herzberg der Wasserstand um 27 Zentimeter auf 3,42 Meter gesunken sei, könne daher noch nicht von einer Entspannung gesprochen werden. Im Landkreis müssen 179 Kilometer Deiche rund um die Uhr kontrolliert werden. Seit vergangenem Mittwoch seien rund 100 Schadstellen an den Deichen fachgerecht abgedichtet worden, heißt es in einer Mitteilung des Kreises.

Der Landrat wollte am Mittag auf einer Pressekonferenz in Herzberg die Situation erläutern. An Spree und Neiße hat sich die Lage fast normalisiert. In der Neiße sei der Wasserstand in der Nacht unter das Niveau der Hochwasserwarnstufe 1 gesunken, sagte ein Sprecher des Landesinnenministeriums. An der Spree herrsche noch die Warnstufe 2. Alle zwei Stunden sinke der Wasserstand aber um einen Zentimeter. “Eine Normalisierung ist also absehbar“, sagte der Sprecher.

dpa

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