JVA stellt nach Flucht von Vergewaltiger Anzeige gegen Beamte

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Die Justizvollzugsanstalt in Aachen: Nach der Flucht eines verurteilten Vergewaltigers stellt die JVA Strafanzeige gegen zwei Justizvollzugsbeamte. Foto: Oliver Berg/Archiv

Aachen (dpa) - Nach der Flucht eines verurteilten Vergewaltigers bei einem überwachten Brauhausbesuch hat die JVA Aachen Strafanzeige gegen zwei Justizvollzugsbeamte gestellt.

Sie gründe sich auf den Verdacht, dass sie ihren Dienstpflichten nicht hinreichend nachgekommen seien, sagte ein Sprecher des NRW-Justizministeriums. Es gehe dabei auch darum zu prüfen, ob möglicherweise der Straftatbestand der Gefangenenbefreiung erfüllt sei.

"Letzten Endes muss es auch zum Schutz der Bediensteten aufgeklärt werden", sagte die Leiterin der JVA, Reina Blikslager, der Deutschen Presse-Agentur. Sie halte dieses Vorgehen daher für ihre Pflicht. Die Staatsanwaltschaft Köln bestätigte den Eingang der Anzeige am Freitag. Nun werde geprüft, ob ein Anfangsverdacht vorliege.

Zuvor hatten WDR, "Bild" und "Express" von Augenzeugen berichtet, die die Flucht des Vergewaltigers anders beschrieben, als bisher von den beiden Aufpassern geschildert. Nach Angaben der Augenzeugen war der 58-Jährige bei seinem von den Beamten bewachten Ausflug in ein Kölner Brauhaus ohne Begleitung auf die Toilette gegangen. Die JVA hatte bislang mit Verweis auf die Aussagen ihrer Mitarbeiter mitgeteilt, einer der beiden habe den Mann auf die Toilette begleitet. Erst dort habe er ihn aufgrund einer Unaufmerksamkeit aus den Augen verloren. Der verurteilte Vergewaltiger ist seitdem auf der Flucht.

Pressemitteilung mit Fahndungsfoto

NRW-Gesetz zur Sicherungsverwahrung, dort § 53

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