Israel gedenkt der Opfer des Holocausts

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Zwei Bürger halten auf einer Brücke nahe Jerusalem inne und gedenken den Holocaust-Opfern

Jerusalem - Zum Gedenken an die Opfer des Holocausts ist das öffentliche Leben in Israel am Montag für zwei Minuten zum Stillstand gekommen.

Luftschutzsirenen heulten, Millionen Menschen hielten inne, Autos stoppten am Straßenrand, Rundfunk und Fernsehen spielten wie stets zum jährlichen Holocaust-Gedenktag ernste Musik. Überlagert wurde das Gedenken von der Nachricht von der Tötung von Al-Kaida-Führer Osama bin Laden durch US-Truppen in Pakistan.

Von der Aktion gehe die Botschaft aus, dass Terror und das Böse keinen dauerhaften Unterschlupf fänden und letztlich zerstört würden, so wie die Nazis Jahrzehnte zuvor, sagte Vizeaußenminister Danni Avalon. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Vorabend erklärt, die wichtigste Lektion aus dem Holocaust für das jüdische Volk sei, “wenn jemand droht uns zu vernichten, dürfen wir diese Drohungen nicht ignorieren“.

Der Gedenktag zu Ehren der sechs Millionen von den Nationalsozialisten getöteten Juden wird nach dem jüdischen Kalender begangen, deswegen ergeben sich jedes Jahr Verschiebungen. In Israel leben heute noch rund 200.000 Holocaust-Überlebende.

dapd

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