Passagierjet geht in Flammen auf

Flugzeugabsturz in Russland - das könnte die Ursache sein

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Bei dem Unglück in Russland kamen alle Insassen ums Leben.

Rostow/Moskau - Beim Absturz eines Passagierflugzeugs aus Dubai in Südrussland hat es nach Behördenangaben keine Überlebenden gegeben. Lesen Sie, welche Ursache vermutet wird.

Update vom 20. März, 12.30 Uhr:  Der Absturz eines Billigfliegers, bei dem im Süden Russlands alle 62 Insassen starben, ist womöglich auf einen Pilotenfehler oder einen technischen Defekt zurückzuführen. Nach Angaben von Verkehrsminister Maxim Sokolow beendeten die Einsatzkräfte am Sonntagmorgen ihre Arbeiten am Absturzort in Rostow am Don.

Flugzeugabsturz in Russland: Alle 62 Insassen sterben

Bei einem Flugzeugunglück im Süden Russlands sind alle 62 Insassen der Unglücksmaschine ums Leben gekommen. Nach Angaben der russischen Behörden verfehlte die Boeing 737 beim Landeversuch auf dem Flughafen Rostow am Don bei schlechter Sicht die Landebahn, prallte auf den Boden und ging sofort in Flammen auf. An Bord des Billigfliegers aus Dubai waren 55 Passagiere, darunter vier Kinder, und sieben Besatzungsmitglieder.

Die Passagiermaschine, die am Vorabend in Dubai gestartet war, verunglückte gegen 1.50 Uhr in Rostow am Don. Zu dem Zeitpunkt herrschte heftiger Regen, wie die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete. Das Katastrophenschutzministerium habe zudem vor starkem Wind gewarnt.

Es gibt wohl keine Überlebenden

Die Maschine der Fluggesellschaft FlyDubai kreiste laut den russischen Behörden nach einem abgebrochenen Landeversuch rund zwei Stunden über der südrussischen Stadt, bevor sie trotz der schlechten Wetterbedingungen zum zweiten Mal zur Landung ansetzte.

Dabei streifte sie mit einer Tragfläche den Boden, zerbrach und ging in Flammen auf. Wie der Fernsehsender LifeNews berichtete, verfehlte die Maschine die Landebahn um rund hundert Meter. Es dauerte eine Stunde, bis der Brand unter Kontrolle war. Die Rettungsmannschaften fanden noch in anderthalb Kilometern Entfernung Wrackteile.

Nach Angaben von FlyDubai waren unter den Opfern 44 Russen, acht Ukrainer, zwei Inder und ein Usbeke. Die Nationalität der sieben Besatzungsmitglieder blieb zunächst unklar.

700 Rettungskräfte am Unglücksort

Die russischen Behörden entsandten 700 Rettungskräfte zum Unglücksort. Der Flughafen wurde abgeriegelt. Die Angehörigen der Opfer wurden von der Presse abgeschirmt in der Ankunftshalle versorgt. Präsident Wladimir Putin ließ den Hinterbliebenen sein Beileid übermitteln, wie der Kreml mitteilte.

Mehrere Flüge wurden nach Informationen von LifeNews auf den Flughafen im benachbarten Krasnodar umgeleitet. "Das Wetter war schrecklich", erzählte einer der Passagiere, dessen Maschine in Krasnodar gelandet war. "Das Flugzeug schwankte furchtbar".

Merkel schickt Kondolenz-Botschaft an Putin

Die Behörden leiteten strafrechtliche Ermittlungen wegen Verletzung der Sicherheitsbestimmungen ein. Sie schlossen auch einen Pilotenfehler nicht aus. Ein Flugschreiber der Unglücksmaschine wurde sichergestellt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärte, die Nachricht von dem Flugzeugabsturz habe in Deutschland "große Bestürzung und Trauer" ausgelöst. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen", heißt es in Merkels Kondolenz-Botschaft an Putin. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sprach der russischen Regierung sein "tief empfundenes Beileid" aus.

Die Billigfluglinie FlyDubai gehört wie auch die große Schwester Emirates der Regierung von Dubai. Seit ihren Anfängen im Jahr 2008 ist sie stark expandiert. Größere Unfälle wurden bislang nicht bekannt.

afp

Flugzeugabsturz in Russland: Bilder

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