Benzintank explodiert

Bali-Urlauberin stirbt auf Ausflugsboot

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Indonesische Polizisten nehmen das Unglücksboot in Augenschein. Foto: Gede Anta

Detonation auf einem Boot voller Touristen in Indonesien: Eine Urlauberin stirbt, viele weitere werden verletzt. Laut Berichten soll es sich bei der Toten um eine Deutsche handeln. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür bislang nicht.

Jakarta (dpa) - Bei der Explosion auf einem Ausflugsboot mit überwiegend europäischen Touristen ist vor der indonesischen Insel Bali eine Frau ums Leben gekommen. Polizeichef Sugeng Sudarso konnte Medienberichte nicht bestätigen, dass es sich dabei um eine Deutsche handeln soll.

"Ich kann nicht sagen, ob das Todesopfer aus Deutschland oder einem anderen Land stammte. Ich habe diese Informationen nicht", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. 14 Menschen seien verletzt worden, einige von ihnen schwer. "Sie konnten noch keine Aussagen machen", sagte Sudarso. Aus noch unbekannter Ursache explodierte nach ersten Angaben der Treibstofftank.

Vom Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, ein Konsularteam der deutschen Auslandsvertretung sei vor Ort und stehe mit den zuständigen Stellen in Kontakt, um aufzuklären, ob und inwiefern Deutsche von dem Unglück betroffen seien.

Insgesamt waren unter den 35 Menschen an Bord nach Angaben von Polizeichef Sudarso neun Briten, sechs Italiener, fünf Franzosen, vier Portugiesen, vier Österreicher und zwei Deutsche. Das Boot war von Padangbai im Osten von Bali zu der kleinen Insel Gili Trawangan vor Lombok unterwegs.

Gili Trawangan galt früher als Backpacker-Paradies. Heute bieten dort zahlreiche Tauchshops Schnorchel- und Tauchausflüge an. Bali liegt im Osten Indonesiens. 2015 machten dort vier Millionen Touristen Urlaub, darunter 120 000 aus Deutschland. Die meisten Besucher kam aber aus dem nahen Australien: fast eine Million.

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