Anklageschreiben gegen Uber offenbar unecht

Fälschung: Sechsfacher Mörder schiebt Uber nicht die Schuld zu

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Auf einem Parkplatz kam es zur grausigen Tat.

Detroit - Ein Uber-Fahrer erschoss sechs Menschen. Es hieß, er gebe dem Fahrdienst die Schuld für seine Taten und habe deshalb Klage eingereicht. Die Behörden haben erhebliche Zweifel an der Echtheit.

An der Echtheit einer Klage, in der ein mutmaßlicher Mörder dem Fahrdienstleister Uber die Schuld an der Tötung von sechs Menschen zuweist, sind erhebliche Zweifel aufgetaucht. „Das Schreiben ist bei uns eingegangen und hat eine Fallnummer bekommen“, sagte ein Gerichtssprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Nach dem Anruf des Sheriffs, der mit dem Fall vertraut sei, gebe es aber nun ernste Zweifel an der Echtheit dieser handschriftlichen Klage, mit der zehn Millionen US-Dollar von Uber gefordert werden.

„Wir haben keinen Grund, den Angaben aus dem Büro des Sheriffs nicht zu glauben“, sagte der Sprecher. Eine abschließende Prüfung gebe es aber noch nicht.

Jason D. soll sechs Menschen getötet haben.

Der Sheriff hatte dem Gerichtssprecher zufolge einen Vergleich der Handschriften vorgenommen und sei zu dem Schluss gekommen, dass das Schreiben nicht von dem Täter stammen könne. Der Sheriff mache zudem geltend, mit dem Mann gesprochen und keinen Hinweis auf eine beabsichtigte Klage erhalten zu haben.

Zudem weise der Poststempel auf dem Brief, mit dem das Schreiben das Gericht erreicht habe, auf den Aufgabeort Philadelphia hin, während der Tatverdächtige in einem Gefängnis in Michigan sitze. Die Gefängnispost werde nicht über Philadelphia geleitet.

Zuvor hatte Uber als angeblich beklagtes Unternehmen reagiert und erklärt, es sei schwer, jemandem zu antworten, der keine Verantwortung für seine Taten übernehmen wolle.

Der 45-jährige Beschuldigte war am 21. Februar verhaftet worden. Ihm wird vorgeworfen,sechs Menschen getötet und zwei verletzt zu haben. Am selben Tag hatte er noch Fahrgäste für Uber transportiert.

dpa

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