München - Trotz Regen haben viele Fans die Rückkehr der deutschen Olympia-Sportler gefeiert. Mit einem Autokorso ging es durch die Münchner Innenstadt zum Marienplatz, um auf dem Rathaus-Balkon zu feiern.

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Maria Riesch jubelt auf dem Rathaus-Balkon in München den Fans zu.
Feiern wie die Bayern wollten die Doppel-Olympiasiegerinnen Neuner und Riesch. Erstmals seit 1968 wurden deutsche Olympiateilnehmer wieder auf dem Rathausbalkon gefeiert. Keine 20 000 Zuschauer wie bei den Münchner Meister-Kickern, aber immerhin rund 5000 wetterfeste Fans jubelten dem deutschen Team um Neuner, Riesch, den Gold-Rodlern Felix Loch und Tajana Hüfner zu. “Schade, dass wir mit dem Wetter Pech haben. Aber es ist trotzdem super“, sagte Maria Riesch. Für sie und Riesenslalom-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg ging es gleich nach der Party zurück in den alpinen Ski-Zirkus. Ein Hubschrauber sollte sie nach Crans-Montana in die Schweiz fliegen, wo am Wochenende wieder um Weltcup-Punkte gefahren wird.
Beim Eintrag der Medaillen-Gewinner ins Goldene Buch der Stadt strahlte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude übers ganze Gesicht. “Fußball-Weltmeister sind schon etliche drin, Olympiasieger nicht so viele. Das wird sich jetzt ändern“, sagte Ude und schlug gemeinsam mit Thomas Bach, dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), die Brücke zu den Winterspielen 2018. “Die Münchner beweisen, dass sie auch bei Regen den olympischen Funken überspringen lassen. Wir freuen uns auf die Spiele 2018“, sagte Ude.
Dabei darf Bogner mit breiter Unterstützung rechnen. Maria Riesch ist “mit ganzem Herzen“ dafür, und auch der Fußball dokumentierte mit den Partygästen Franz Beckenbauer und Bayern-Präsident Uli Hoeneß Olympia-Begeisterung. Mit den von Kindern und prominenten Ehrengästen gebildeten olympischen Ringen vor dem Rathaus setzte Bogner “ein wichtiges Zeichen für unsere Bewerbung“.
Rund tausend Zaungäste hatten die Wintersportler am Mittag auf dem Münchner Flughafen begrüßt, als das deutsche Team um Neuner, Bob- Pilot André Lange und Eisschnellläuferin Stefanie Beckert an der Spitze wieder heimatlichen Boden betrat. Sechs Blaskapellen, vier Trachtengruppen, mehr als hundert Reporter, Fotografen und TV-Teams sowie Familien und Freunde ließen die Reisestrapazen für einen Moment vergessen. “Es war ein langer Flug, und nun dieser tolle Empfang. Einfach großartig“, sagte Lange.
Wie keine andere wurde Magdalena Neuner im Blitzlicht-Gewitter der Fotografen umlagert. Ihr Fanclub aus Wallgau, wo am Freitag ein weiterer Empfang auf sie wartet, drückte der Biathlon-Queen einen Frühlingsstrauß in die Hand. “Jetzt beginnen sie zu verstehen, was sie in Vancouver geleistet haben“, sagte Bach.
Bei der Ankunft des Lufthansa-Fluges LH 493 am Vormittag auf dem Frankfurter Flughafen war das Team mit roten Rosen empfangen worden. Neuner hatte im Cockpit der Maschine Platz genommen, als der Kapitän nach der Landung die deutsche Flagge hisste. Vor dem Weiterflug nach München mussten Neuner & Co. übrigens ihre Medaillen auspacken - das Edelmetall hatte beim Sicherheitscheck Piepser-Alarm ausgelöst.
dpa
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