Die Kanzlei von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz habe Anfang Juli sämtlichen Vermietern der gut 3000 Filialen mit einer Frist von drei Monaten gekündigt, die Mietzahlungen allerdings in vielen Fällen sofort eingestellt, berichtete der “Spiegel“. Zudem habe Geiwitz mitgeteilt, dass die Räumung der Läden auf Kosten der Vermieter zu erfolgen habe.
Nach Hochrechnungen von Vermietern dürften sich die gesamten Verluste auf mehr als 16 Millionen Euro addieren, berichtet das Magazin weiter. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters war am Sonntag zunächst nicht erreichbar.
Unterdessen berichtete das Magazin “Focus“ am Wochenende, dass die Drogeriekette Schlecker im letzten Monats ihres Bestehens noch einmal kräftig Kunden angelockt habe. 5,1 Millionen Käufer seien im Juni gekommen, schreibt der “Focus“ unter Berufung auf Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die diese bereits Ende Juli veröffentlicht hatte. Die Experten der GfK gehen weiter davon aus, dass sich Supermärkte (29 Prozent), Discounter (30 Prozent) und die anderen Drogeriemärkte (33 Prozent) den Milliarden-Umsatz mit Deo, Toilettenpapier und Shampoo zu fast gleichen Teilen sichern dürften. Auch diese Zahlen waren bereits zuvor bekannt.
dpa



