Am Sonntag reiste der griechische Außenminister Dimitris Avramopoulos nach Berlin ab. Er wollte das in Athen als außerordentlich wichtig eingestufte Treffen von Regierungschef Antonis Samaras mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 24. August vorbereiten. In der griechischen Presse wurde betont, Samaras' Reise werde entscheidend für den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone sein. Die Athener Sonntagszeitung “To Vima“ schrieb von der “Agonie-Reise“ (Todeskampf-Reise) nach Berlin.
Finanzminister Ioannis Stournaras machte keinen Hehl daraus, was den Griechen bevorsteht: Weitere schmerzhafte Einsparungen. “Wir müssen unter dem (Euro)-Schirm bleiben“, zitierte die Zeitung den Finanzminister. “Nur das wird uns vor einer Armut bewahren, die wir noch nie erlebt haben“, sagte der Minister den Blatt weiter.
Nach Informationen des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel“ ist die Finanzierungslücke Griechenlands größer als zuletzt bekannt. Der Regierung fehlten in den beiden kommenden Jahren nicht wie bislang eingeräumt 11,5 Milliarden Euro, sondern bis zu 14 Milliarden Euro. Das sei das Ergebnis der jüngsten Erkundungstour der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds in Athen.
dpa



