Weltrekord am Genfer Teilchenbeschleuniger LHC

Mit Weltrekord in Richtung Urknall

019.03.1019.03.10|Panorama|1 KommentarFacebook
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Genf - Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt am Genfer Institut CERN hat einen neuen Weltrekord aufgestellt.

© dpa

Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt am Genfer Institut CERN hat einen neuen Weltrekord aufgestellt.

Er beschleunigte zwei Protonenstrahlen auf eine Energie von je 3,5 Tera- Elektronenvolt (TeV), wie das CERN am Freitag mitteilte. Dabei jagten die Strahlen in beide Richtungen des 27 Kilometer langen Ringtunnels des “Large Hadron Collider“ (LHC) unter Genfer und französischem Gebiet. Ziel ist nun eine Kollision mit einer Energie von 7 TeV - 3,5 TeV pro Strahl.

Begonnen hatte alles am 20. November 2009 mit ganzen 0,45 TeV, wonach der LHC aber dann mehrmals ausfiel und runtergefahren werden musste. Eine TeV entspricht einer Billion Elektronenvolt. Die CERN-Wissenschaftler lassen die Strahlen kollidieren, um neue Einblicke in die Entstehung des Universums zu erhalten. In einer ersten Phase wird der LHC mit der Hälfte seines Potenzials laufen.

Die 7 Tera-Elektronenvolt Kollisionsenergie soll der LHC bis im Herbst 2011 nicht überschreiten. Danach wird der LHC neu konfiguriert, damit er das Fernziel von 14 TeV erreichen kann. Auch die Hälfte des Potenzials erlaubt bereits neue Entdeckungen. Die Physiker sind in diesem Bereich mit einem bisher unbekannten Umfeld konfrontiert. Mit den Kollisionen sollen Bedingungen wie kurz nach dem Urknall simuliert werden. Dadurch können vielleicht bislang nur theoretisch beschriebene Teilchen wie das “Higgs-Boson“ nachgewiesen werden.

Das “Higgs-Boson“ ermöglicht gemäß dem Standardmodell der Physik, dass Teilchen überhaupt Masse haben. Mit 1,18 Tera-Elektronenvolt (TeV) hatte der LHC bereits im November 2009 den bisherigen Rekord von 0,98 TeV des US- amerikanischen Beschleunigers Tevatron am Fermilab bei Chicago geschlagen. Eröffnet wurde der LHC am 10. September 2008. Nach neun Tagen legte eine Panne im Kühlsystem den Beschleuniger lahm. Die Reparaturarbeiten dauerten viel länger als geplant. dpa

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