Moskau - Im Kampf gegen die verheerenden Wald- und Torfbrände nimmt Russland nun Hilfe aus dem Ausland an. Experten befürchten aber, dass die Lage schlimmer ist, als bekannt.

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Verheerende Waldbrände in Russland
Immer neue Brände, mehr Tote und Zerstörung - unerbittlich rollt eine Feuerwalze über große Teile des größten Landes der Erde. Wie aus einem Krieg sehen die Bilder aus vielen Regionen Russlands aus - Ruinen, verzweifelte obdachlose Menschen, Tierkadaver und verbrannte Erde. Und überall Feuer. Russland steht in Flammen. Tagelang schon kämpfen Helfer gegen die schwersten Wald- und Torfbrände seit Jahrzehnten. Auch Tausende Soldaten sind im Einsatz. Doch die Behörden können kaum Erfolge vorweisen. Immerhin aber verhinderten sie das Übergreifen des Flammen auf das atomare Forschungszentrum von Sarow. Doch trotz des schweißtreibenden Einsatzes Hunderttausender, die mit von Asche verklebten und von Ruß geschwärzten Körpern am Rande der Erschöpfung sind und mit Atemnot kämpfen, steht das Land vor einer nationalen Katastrophe. In vielen Regionen gilt Ausnahmezustand.
Er verspricht, dass neue Wohnungen die zu Hunderten zerstörten Häuser bis spätestens November ersetzen werden. Doch die Kritik am Führungsstil wird lauter. “Der Staat hat Schuld!“, riefen viele verzweifelte Menschen Putin entgegen. Auch die Umweltorganisation World Wildlife Fund for Nature (WWF) warf der Regierung eine völlig verfehlte Waldschutz-Politik vor. Wälder bräuchten mindestens ein Jahrzehnt, um sich zu regenerieren, vielerorts seien Futtergründe für Tiere vernichtet, sagte der WWF-Experte Nikolai Schmatkow. Das Land tue zudem zu wenig gegen den Klimawandel. Auch die Probleme mit den Torfbränden, die seit Tagen die Hauptstadt Moskau mit ihren mehr als zehn Millionen Einwohnern verpesten, seien hausgemacht. So seien Sümpfe schon zu Sowjetzeiten ausgetrocknet worden, um darauf Gartenhäuser zu bauen. Der Torf entzünde sich sehr leicht, die Glut halte sich in den Schichten besonders lange, sagte Schmatkow. Vorschläge, die Torfmoore nun zu fluten, trafen nun bei Putin erstmals auf Zustimmung.
dpa
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