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Bundespräsident Wulff will Stellungnahme von Glaeseker

Kannte Bellevue die Vorwürfe schon länger?

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Berlin - Die Korruptionsvorwürfe wiegen schwer, daher fordert der Bundespräsident eine Stellungnahme seines Ex-Sprechers. Waren die Vorgänge dem Bundespräsidialamt schon früher bekannt als bisher angenommen?

© dpa

Ehemals enge Vertraute: Bundespräsident Christian Wulff und sein Ex-Sprecher Olaf Glaeseker.

Bundespräsident Christian Wulff erwartet von seinem Ex-Sprecher Olaf Glaeseker eine Stellungnahme zu den Bestechlichkeitsvorwürfen, die die Staatsanwaltschaft Hannover gegen Glaeseker erhebt. Das berichtet die Tageszeitung „Die Welt“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf das Bundespräsidialamt. Wie eine Sprecherin mitteilte, habe das Präsidialamt unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe in den Medien auch Glaeseker um eine Stellungnahme gebeten. „Diese Stellungnahme liegt noch nicht vor“, sagte die Sprecherin. Die Staatsanwaltschaft Hannover wirft Glaeseker Bestechlichkeit vor.

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Pikant ist dabei, dass das Bundespräsidialamt von Vorwürfen gegen Glaeseker früher gewusst haben soll als bisher bekannt. Wie der “Stern“ am Mittwoch berichtete, fragte ein Redakteur der “Süddeutschen Zeitung“ bereits im August 2010 Glaeseker nach kostenlosen Urlaubsreisen auf Einladung des Eventmanagers Manfred Schmidt. Am 29. August 2010 habe Glaeseker dann eine “Sachverhaltsdarstellung“ für den Leiter des Präsidialamtes, Lothar Hagebölling, verfasst.

Wulffs damaliger Sprecher habe sowohl dem Redakteur als auch in dem amtlichen Schreiben die Einladungen bestätigt, die Beziehung zu Schmidt aber als rein privat dargestellt, schreibt das Magazin.

Eine Entscheidung, ob Glaeseker mit einer Kündigung oder anderen arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen muss, sei noch nicht gefallen. Das Bundespräsidialamt warte das Ergebnis der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover ab. Eine mögliche strafrechtliche Verurteilung könne „Auswirkungen auf das derzeit ruhende Arbeitsverhältnis mit dem Bundespräsidialamt haben“. Vergangene Woche hatte die Staatsanwaltschaft Glaesekers Arbeitsraum im Präsidialamt durchsucht.

dpa/dapd

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