Er plädiere für die Abspaltung Bayerns von der Bundesrepublik Deutschland, schreibt Scharnagl in einem Beitrag für das Magazin „Focus“: „Es ist Zeit für das große bayerische Aufbegehren.“ Mit Blick auf die europäische Entwicklung schreibt das CSU-Urgestein: „Die Bayern müssen das Recht der demokratischen Entscheidung über ihr Land behalten und dort, wo es verloren gegangen ist, wiedergewinnen.“ Die Verantwortung für den Freistaat dürfe sich nicht „in widerspruchslosen Entscheidungen in den entfernten Ebenen deutscher und in den noch weiter entfernten Ebenen europäischer Politik verlieren“.
Der langährige „Bayernkurier“-Chef und Vorstandsmitglied der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung fragt: „Warum sollte Bayern nicht stark genug sein, seine Interessen in Europa selbst zu vertreten? Wenn das in seiner Einwohnerzahl Bayern am nächsten liegende Griechenland 22 Abgeordnete ins Europäische Parlament entsendet, warum sollte dem Freistaat nicht die gleiche Zahl von Volksvertretern in Europa zustehen?“
dpa










