
Er ist Multimillionär, Mormone und kein Fan von US-Präsident Barack Obama. © dapd

So lässt sich der Republikaner Mitt Romney beschreiben, der im November das Weiße Haus von den Demokraten zurückerobern will. © dapd

Nach dem Rückzug seines bis zuletzt härtesten Rivalen, Rick Santorum, konnte sich Romney bereits vor Wochen auf den Wahlkampf gegen Obama einstellen. © dapd

Romney ist der Mann mit den tiefen Taschen und wegen seiner Rolle als reicher Geschäftsmann in Teilen seiner Partei umstritten. © dapd

Viel Häme brachte ihm eine Wette über 10.000 Dollar ein, die er seinem damaligen Konkurrenten Rick Perry während einer Fernsehdebatte völlig selbstverständlich anbot. © dpa

Perry lehnte dankend ab, doch die Szene machte deutlich, in welchem Milieu Romney sich üblicherweise bewegt und warum der 65-Jährige mit den einfachen Amerikanern so fremdelt. © dpa

Romney stammt aus einer wohlhabenden Politiker- und Unternehmerfamilie. Sein Vater George war Automanager und von 1963 bis 1969 Gouverneur des US-Staats Michigan. © dapd

Als jüngstes von vier Kindern wuchs Romney im exklusiven Detroiter Vorort Bloomfield Hills auf. © dapd

Nach seinem Studium an den Eliteuniversitäten Stanford und Harvard sowie einem zweieinhalbjährigen Aufenthalt als mormonischer Missionar in Frankreich heuerte er 1975 bei der Unternehmensberatung Boston Consulting Group an. © dapd
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Später wechselte er zum Konkurrenten Bain, wo er 1984 an der Gründung einer Investmentgesellschaft beteiligt war. © dapd
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Als Partner und Geschäftsführer von Bain Capital brachte es Romney zum Multimillionär. © dapd
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1999 stieg er aus dem Unternehmen aus und übernahm den Vorsitz des Organisationskomitees zur Vorbereitung der Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City. © dapd
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Das Komitee wies ein Defizit von 379 Millionen Dollar auf und war durch Skandale in Verruf geraten. Romney sanierte das Komitee mit harter Hand und stellte die Zahlungsfähigkeit wieder her. © dpa
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Aus dieser Zeit stammt Romneys Ruf als pragmatischer Macher, der auch scheinbar ausweglose Situationen meistern kann. © dpa
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Nach dem Abschluss der Winterspiele nutzte Romney seine neu gewonnene Popularität und wurde 2002 zum Gouverneur des US-Staats Massachusetts gewählt. © dpa
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Während seiner Amtszeit konsolidierte er den Haushalt und setzte eine Gesundheitsreform durch, die fast allen Bürgern Zugang zu einer Krankenversicherung verschaffte. Das Gesetz gilt als Vorbild für die später von den Republikanern scharf kritisierte Initiative “Obamacare“ auf Bundesebene. © dpa
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Nach seiner Abwahl als Gouverneur bewarb sich Romney 2008 bereits zum ersten Mal um die Nominierung der republikanischen Partei als Präsidentschaftskandidat. © dpa
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Zwar galt er zunächst als recht aussichtsreicher Bewerber, scheiterte letztlich aber an dem Kriegshelden und langjährigen Senator John McCain (rechts). © dapd
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Im Vorwahlkampf 2012 ging Romney schließlich als Favorit ins Rennen. Sein Wahlkampfteam gilt als das schlagkräftigste im gesamten Bewerberfeld und die Kriegskasse ist prall gefüllt. © dpa
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Das Herz der republikanischen Basis schlägt allerdings nicht für den als liberal und elitär geltenden Romney. © dapd
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Das Gespräch mit den einfachen Wählern im Diner oder das Herzen von Babys fällt ihm sichtlich schwer. © dapd
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Auch sein mormonischer Glaube gilt als Manko. Viele christliche Wähler sehen in der Religion einen skurrilen Kult. © dapd
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Außerdem hat Romney den Ruf eines Wendehalses. So war er früher ein Verfechter des Rechts auf Abtreibung, heute ist er auf die Haltung der konservativen Basis eingeschwenkt und lehnt Schwangerschaftsabbrüche strikt ab. © dapd
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Auch in der Gesundheitspolitik liegt Romney eigentlich auf einer Linie mit Präsident Obama. Mittlerweile spricht er sich aber gegen ein Gesetz zur Krankenversicherungspflicht auf Bundesebene aus, das er als Gouverneur in Massachusetts noch befürwortete. © dapd
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Doch an Romney (hier mit seiner Frau Ann) führt wohl kein Weg mehr vorbei. Auch den Anhängern der ultrakonservativen Tea Party dürfte klar sein, dass der Pragmatiker aus Neuengland der aussichtsreichste Herausforderer des demokratischen Präsidenten ist. © dapd
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Und so dürften die Delegierten beim Nominierungsparteitag der Republikaner im August einen Kandidaten aufs Podest heben, der nicht geliebt, sondern nur respektiert wird. © dpa