Vergangene Woche sorgte Schmidt mit der Nachricht, dass er mit seiner langjährigen Mitarbeiterin Ruth Loah zusammen ist, für großen Wirbel. Doch bei der Aufzeichnung der ARD-Talksendung “Menschen bei Maischberger“, die am späten Dienstagabend ausgestrahlt werden sollte, zeigt er sich bei diesem Thema sehr hanseatisch-zurückhaltend.
Gesprächiger wird er bei politischen Themen. Die Sorge um den Euro könne man nicht unterdrücken, sagte er. Es sei jedoch falsch, von einer Eurokrise zu sprechen, es handle sich vielmehr um eine Schuldenkrise. “Das wäre alles nicht so tragisch, wenn wir jemanden hätten in Europa, der einen Überblick über das Gesamtproblem hat.“ Forderungen, das finanziell angeschlagene Griechenland müsse die Eurozone verlassen, kritisierte Schmidt. Es sei ein Fehler gewesen, die Griechen überhaupt aufzunehmen, sagt er. Doch nun müsse man die Konsequenzen tragen und sich solidarisch zeigen. Ob Frauenquote, Elternzeit oder Atomenergie - Maischberger und Schmidt streifen noch viele weitere Themen.
Im vergangenen Jahr hatte Schmidt für Aufsehen gesorgt, weil er Peer Steinbrück (“Er kann es“) attestiert hatte, der geeignete Kanzlerkandidat der SPD zu sein. Das gelte noch immer, erklärt Schmidt. Er habe damals “die Wahrheit“ sagen wollen, weil er nach dem Tod seiner Ehefrau befürchtet habe, dass ihm dazu nicht mehr lange Zeit bleibe. Solch trübe Gedanken hat er derzeit nicht, sondern schmiedet Reisepläne mit seiner neuen Freundin: Beide wollen im Herbst eine Schiffsreise zum Nordkap machen.
dpa


© dpaHelmut Schmidt neben Ruth Loah (Archivfoto)
© WDR / Max KohrHelmut Schmidt rauchte im TV-Studio






























