Hannover - Die Vorwürfe gegen Wulff finden kein Ende. Nun geht es um die Arbeit seiner Anwaltskanzlei für den Unternehmer Geerkens. Niedersachsens Regierungschef geht auf Distanz zum Wulff-Vertrauten Glaeseker.

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David McAllister hat die Arbeitsweise von Wulffs früherem Sprecher Olaf Glaeseker kritisiert.
Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) sieht sich von Ex-Präsidentensprecher Olaf Glaeseker im Zusammenhang mit dessen Lobby-Affäre getäuscht. Der langjährige Vertraute von Christian Wulff habe eine unorthodoxe Arbeitsweise gehabt “und er hat offenkundig außerhalb der üblichen Kontrollen gehandelt“, sagte McAllister der “Bild“-Zeitung (Dienstag) in einem Interview.
Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) hatte am 20. Januar am Rande der Plenarsitzung Glaeseker heftig kritisiert: “Ich fühle mich von Olaf Glaeseker beschissen.“ Dieser Ausdruck drücke “das allgemeine Empfinden der Landesregierung aus“, sagte McAllister der “Bild“.
Zuvor hatte tagesschau.de berichtet, dass der Osnabrücker Geschäftsmann Egon Geerkens Mandant und Vermieter einer Rechtsanwaltskanzlei war, für die Wulff über Jahre tätig war.
Die Kanzlei wies allerdings darauf hin, dass Wulff schon seit 1994 nicht mehr für sie tätig gewesen sei, auch wenn sein Name weiter im Briefkopf auftauchte. Zu einem möglichen Mandatsverhältnis zu Geerkens könne die Kanzlei aber keine Angaben machen.
Die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart wird sich der “Frankfurter Rundschau“ zufolge mit dem BW-Bank-Kredit von Wulff befassen müssen. Es seien zwei Beschwerden gegen den Beschluss der Staatsanwaltschaft Stuttgart eingegangen, kein Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche der Bank und den Bundespräsidenten wegen des Verdachts der Untreue oder der Vorteilsannahme einzuleiten, sagte Staatsanwältin Claudia Krauth dem Blatt. Die Generalstaatsanwaltschaft müsse innerhalb von vier Wochen prüfen, ob die Beschwerden begründet seien.
dpa



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