Der 37-jährige Familienvater war am Freitagmorgen gegen 8.30 Uhr in der Volksschule Wagram in St. Pölten, 50 Kilometer westlich von Wien, erschienen. Nach Angaben der Polizei holte er den Jungen aus der Klasse, ging mit ihm in eine Garderobe und schoss ihm dort in den Kopf. Danach flüchtete er mit dem Auto.
Die meisten Kinder in der Schule bekamen von der Tat nichts mit. Die Schulbehörde schickte nach der Tat rund ein Dutzend Psychologen und Mitarbeiter der Krisenintervention in die Schule, um die Kinder zu betreuen. Eltern holten ihre Kinder wenig später ab, teilweise mit verweinten Gesichtern.
Nach Einschätzung der Krisenpsychologin Eva Münker-Kramer sind etwa 85 Prozent der Täter, die Familienmitglieder töten, Männer. Der Tat gehe meist ein emotionaler Eskalationsprozess voraus, sagte sie der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Der Täter könne es nicht ertragen, keinen Zugang mehr zu den Kindern zu haben oder er wolle mit einem Angriff auf das eigene Kind die Mutter bestrafen.
dpa

© dpaDas Auto des Vaters wurde geborgen







