Das teilte BMG Rights Management am Mittwoch in Berlin mit. Konkret geht es darum, online abgespielte Lieder von amerikanischen und britischen Künstlern europaweit abrechnen zu können. Früher mussten solche Lizenzen für jedes Land einzeln beantragt werden. Die grenzüberschreitende Regelung ist zum Beispiel mit Blick auf sogenannte Streamingdienste wichtig, bei denen Internetnutzer ihre persönliche Musikauswahl im Netz anhören können.
Die Zusammenarbeit von BMG und Gema beginnt am 1. Juli dieses Jahres. Künftig können Webradios und andere Anbieter Lizenzen für britische und amerikanische Songrechte über die Gema zentral für ganz Europa erwerben. „Das Angebot richtet sich damit insbesondere an grenzüberschreitend tätige digitale Musikdienste“, hieß es. Die Gema verwaltet bereits das anglo-amerikanische Repertoire im EMI-Katalog.
Seit der digitalen Revolution hat die Musikindustrie einen Umbruch erlebt. In den 80ern machten die Erlöse aus dem Verkauf von CDs und LPs fast drei Viertel des Geschäftes aus. Heute liegt der Anteil laut Experten noch bei 30 Prozent. Stattdessen kommt deutlich mehr als die Hälfte der Einnahmen aus Aufführungsrechten - zum Beispiel in Kino, Fernsehsendungen, Radio, Internet, Videospielen und Werbespots.
dpa







