Intimste Einzelheiten aus dem eigenen Privatleben im Facebook-Chat zu besprechen, sollten sich Nutzer nun zweimal überlegen. Dass es in dem Netzwerk eigentlich keine Privatsphäre gibt, dürfte den meisten bekannt sein. Doch, dass sogar private Chats nicht unbeobachtet bleiben, wusste bisher niemand. Wie Meedia.de berichtet, hat Facebooks-Sicherheitschef Joe Sullivan in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters erklärt, dass private Chats von dem Netzwerk überwacht werden - angeblich nur zum Schutz der Nutzer.
Sullivan rechtfertigte das Vorgehen damit, so Straftaten vorbeugen zu wollen. Beispielsweise könnten potenzielle Pädophile im Netzwerk entlarvt werden. Der Kontrollmechanismus überprüft beispielsweise die Unterhaltung von Mitgliedern mit enormen Altersunterschieden oder unterschiedlichen Standorten. Zusätzlich helfe die Filterung bestimmter Begriffe, um auffällige Kontakte zu erkennen. Treffen bestimmte Kriterien auf eine Unterhaltung zu, schlägt das System Alarm und Facebook-Mitarbeiter prüfen das weitere Vorgehen.
Ein derartiger Kontakt soll mithilfe des Kontrollprogramms bereits in Florida entdeckt worden sein.
Facebook-User sollen Freunde verpetzen
Erst kürzlich sorgte eine Profil-Überprüfung bei Facebook für Diskussionen. Mit einem Dialogfenster wurden Nutzer dazu aufgefordert ihre Freunde, die unter einem falschen Namen oder Pseudonym angemeldet sind, zu überprüfen. Nach Angaben des Unternehmens handelte es sich dabei um einen Test, mit dem gefälschte Accounts identifiziert werden sollen.
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