Nach Seitz’ Angaben haben die Studierenden in 21 Monaten rund 2200 Unterrichtsstunden absolviert und dabei das Steuerrecht von der Pike auf erlernt. Das sei auch notwendig, weil die Prozesse, an die mit der Besteuerung angeknüpft werde, mit Blick auf die Globalisierung der Wirtschaft, der internationalen Verwaltungszusammenarbeit, der Mobilität der Bürger und auch mit Veränderungen in den Erwerbs- und Firmenbiografien immer komplexer würden. Die künftigen Finanzbeamten im gehobenen Dienst müssten zwangsläufig mit den immer komplizierteren und sich schnell ändernden Gesetzen zurechtkommen, erklärte Professor Seitz.
Auf eine Vereinfachung des Steuerrechts können die jungen Finanzamtsbediensteten offenbar nicht hoffen, machte auch ihr oberster Dienstherr, Hessens Finanzminister Thomas Schäfer, deutlich. Ob zum Beispiel eine europäische einheitliche Gesetzgebung das Steuerrecht voranbringen werde, sei nicht sicher. Der Minister nannte die Diplomanden das „Rückgrat der hessischen Finanzverwaltung“ und gratulierte den jungen Leuten. Die genossen mit ihren Angehörigen einen abwechslungsreichen Festakt, der durch Gäste, die staubedingt verspätet kamen, und einen Fehlalarm der Brandmeldeanlage zeitweise ein wenig turbulent war.
Eingestimmt auf den kurzweiligen Nachmittag hatten Vitali Usvyatsov am Flügel und Sascha Gramottke mit einem Sprechgesang, der an die Lern- und „Leidenszeit“ der Diplomanden erinnerte. Der Chor des Studienzentrums unter Leitung von Gerhard Altnöder sowie die Solistinnen Lisa König und Sabrina Wolf unterhielten die Gäste bestens mit Balladen und flotten Popsongs.
Von Silke Schäfer-Marg



























