„Wir sind nicht altmodisch, das Kleingartenwesen kann auch modern sein“, erklärte Thomas Walter Goldbach aus dem LHK-Vorstand mit Blick auf das Motto „Kleingärten im Trend der Zeit“. Man wolle Entwicklungen und neue Wege aufzeigen. Denn verändert habe sich natürlich schon einiges.
Altersdurchschnitt gesunken
Während früher jeder Kleingärtner seine Parzelle über viele Jahre lang gehegt und gepflegt habe, sie häufig schon von den Eltern übernommen habe, würden heute viele einen Garten nur für zwei bis drei Jahre pachten. Leerstände stellen laut Thomas Walter Goldbach aber kein Problem dar, es gebe vielmehr sogar Anlagen mit Wartelisten. Allerdings hätten viele Menschen keine Zeit mehr, sich ehrenamtlich in Vereinen zu engagieren. Der Altersdurchschnitt sei mit 45 Jahren gesunken und es gebe einen höheren Migrantenanteil in vielen Anlagen als früher. Atttraktiv wollen die Kleingartenvereine insbesondere auch für junge Familien sein.
Dass das Land Hessen das Kleingartenwesen finanziell unterstützt, zum Beispiel mit 50 Prozent beim Bau von Spielplätzen oder behindertengerechten Toiletten, freut den Verband, er appelliert aber auch, diese Förderung zu erhalten.
Eine humorvolle Festrede hielt der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Mark Weinmeister, der das Kleingartenwesen als typisch deutsch und wichtiges Kulturgut bezeichnete. Er wies etwa auf die Bedeutung des Anbaus von Obst und Gemüsen in den Anlagen hin. „Heute weiß fast niemand mehr, wo seine Nahrung eigentlich herkommt und auch ich weiß wirklich nicht, wie man einen Obstbaum schneidet.“
Begrüßt wurden die Gartenfreunde auch von Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling. Als Vertreter des Landtags waren Torsten Warnecke (SPD) und Martina Feldmayer (Grüne) zu Gast. Für musikalische Zwischentöne sorgten zwei „Saxophonics“ der Musikschule Hersfeld-Rotenburg.
Von Nadine Maaz
























