Weil Erstklässler noch nicht in der Lage sind, Entfernungen und Geschwindigkeiten richtig abschätzen zu können, müssen die Eltern Hilfestellung geben. Polizeioberkommissar und Verkehrserzieher Thomas Weisheit rät deshalb, die Kinder in den ersten Wochen zu begleiten, ihnen den Schulweg zu zeigen und sie auf mögliche Gefahren hinzuweisen.
Die Zahl der Schulwegunfälle in Hessen steigt. 2010 sind laut Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung in Hessen 7200 Kinder auf dem Schulweg so verunglückt, dass sie ärztlich behandelt werden mussten. 2009 waren es 6700 Kinder bis 14 Jahre. Die Statistik 2011 liegt noch nicht vor.
Die Kreisverkehrswacht fordert deshalb alle Kraftfahrer auf, Rücksicht gegenüber den Schulkindern und besonders den Schulanfängern zu üben. Jedes im Straßenverkehr verletzte oder getötete Kind sei eines zu viel, sagt Verkehrswacht-Vorsitzender Reinhold Bleß. Mit gezielten Aktionen, Transparenten über vielbefahrenen Straßen und Plakaten lenkt die Verkehrswacht deshalb in den kommenden Wochen die Aufmerksamkeit der Kraftfahrer und der Eltern auf den Schulanfang.
Die Polizei appelliert an alle Erwachsenen, im Straßenverkehr – vor allem als Fußgänger – Vorbilder zu sein für die Schulkinder und die Verkehrsregeln einzuhalten. Und für den Schulweg gilt: „Nie den kürzesten, sondern den sichersten Weg zur Schule nehmen, auch wenn dieser mit einem kleinen Umweg verbunden ist“, rät Weisheit.
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Von Jörg Steinbach























