Der Lokführer eines Güterzuges hatte gegen 16.05 Uhr bemerkt, wie ein Kind auf einem Kabelschacht direkt an den Gleisen entlang lief. Er leitete sofort eine Schnellbremsung ein, brachte seinen etwa 80 km/h schnellen Zug zum Stehen und machte sich auf die Suche nach dem Kind.
Zwischenzeitlich hatte sich auch der Vater dem dreijährigen Jungen nachgespürt. Weil sein Sohn sich für Züge interessiert und die Familie in der Nähe der Bahnstrecke wohnt, vermutete er das Kind an den Gleisen.
Die gemeinsame Suche an der Bahnstrecke und die Nachfrage bei Anwohnern angrenzender Häuser verliefen jedoch erfolglos. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Dreijährige seine Entdeckungstour jedoch schon wieder beendet und war zur allgemeinen Erleichterung wohlbehalten nach Hause zurückgekehrt.
Beamte der Bundespolizei belehrten die Eltern eindringlich über ihre Aufsichtspflichten und über die Gefahren des Bahnverkehrs.
Durch den Vorfall kam es in mehreren Zügen zwischen Kassel und dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg zu Verspätungen. (red/ks)























