Eine Untersuchung über mögliche Verengungen der Halsschlagadern mit einem Ultraschallgerät bei Dr. Georges Sam konnte jeder machen lassen. Am Dopplergerät bei Dr. Jörg Berthel wurde die Flussgeschwindigkeit des Blutes in den Halsschlagadern gemessen, um so frühzeitig mögliche Verengungen festzustellen.
Der leitende Oberarzt der Neuroradiologie im Klinikum Bad Hersfeld, Dr. Jens Goldbach, stellte Gerätschaften vor, die bei der Erstversorgung von Patienten, die mit einem Schlaganfall ins Klinikum eingeliefert werden, zum Einsatz kommen.
Jede Sekunde zählt
Wichtig beim Schlaganfall ist, dass der Patient nach dem Erkennen der typischen Symptome, wie hängende Mundwinkel oder plötzlich auftretende Sprachstörungen, umgehend behandelt wird, um bleibende Spätfolgen zu verhindern.
Die Zeit vom Auftreten eines Schlaganfalls bis zur Behandlung spielt eine große Rolle: Jede Sekunde zählt. Je schneller der Patient behandelt wird, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass keine gravierenden Spätfolgen, wie Lähmungen und Sprachstörungen, zu befürchten sind.
Dr. Goldbach stellte die mechanische Rekanalisation vor, dabei wird dem Patient in der Leistengegend eine Sonde eingeführt, welche bis in die Gehirnadern vordringen kann. Mit der Sonde ist es dem behandelnden Arzt möglich, ganz gezielt Blutgerinsel (medizinisch „Trombus“) aufzulösen und diese abzusaugen. So wird verhindert, dass Blutgerinsel, welche einen Schlaganfall auslösen können, weitere Adern im Gehirn verstopfen.
Selbsthilfegruppe
Wichtige Informationen zum Schlaganfall gab auch die „Selbsthilfegruppe-Schlaganfall“ am Info-Stand und es standen Experten für Beratungsgespräche zur Verfügung. Professor Dr. Markus Horn und der Geschäftsführer des Klinikums in Bad Hersfeld, Martin Ködding, waren ebenfalls vor Ort und freuten sich über das rege Interesse der vielen Menschen an dem Thema Schlaganfall.
von Gerhard Manns
























