Hersfeld-Rotenburg. Der laute Alarm des Rauchmelders (auch Rauchwarnmelder oder Brandmelder) warnt auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und verschafft den nötigen Vorsprung, um sich und seine Familie in Sicherheit bringen zu können. Das erklärt Kreisbrandinspektor Jürgen Weingarten.

Großfeuer inmitten der Rotenburger Altstadt Anfang Januar 2010: Ein Fachwerkhaus stand morgens lichterloh in Flammen. Die Hauseigentümerin hatte das Feuer zum Glück schnell bemerkt. In diesem Fall ohne Rauchmelder. Das Gebäude soll wieder aufgebaut werden. „Auf alle Fälle kommen Rauchmelder rein“, sagte die Eigentümerin auf Anfrage. Fotos: Schaake
„Um einen bestmöglichen Schutz zu gewährleisten, sollten Sie jeden Raum in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus mit einem Rauchwarnmelder ausstatten“, empfiehlt Weingarten - ausgenommen Räume, in denen viel Staub, Rauch oder Wasserdampf (Küche, Bad) entsteht. Für diese Anwendungen existieren Weingarten zufolge spezielle Lösungen, wie zum Beispiel Wärmemelder, Rauchmelder mit Stummschalter oder für Gasaustritt in Küche und Keller Gasmelder.
Bei einem Haus oder einer großen Wohnung bieten sich besonders funkvernetzte Rauchmelder an. Bei einem Neubau können auch schon von vornherein kabelvernetzte 230-Volt-Rauchmelder installiert werden, sagt Weingarten.
Seine Empfehlung:
• Kaufen Sie nur Rauchmelder, die mit CE-Zeichen einschließlich Prüfnummer und der Angabe „EN 14604“ versehen sind. Beachten Sie: Dieses CE-Zeichen trifft keine qualitative Aussage, sondern besagt nur, dass das Produkt in Europa verkauft werden darf.
• Um den jährlichen Batterieaustausch zu vermeiden, empfiehlt das Forum Brandrauchprävention zudem Rauchmelder, die über eine Batterie mit einer Lebensdauer von zehn Jahren verfügen.
• Wenden Sie sich an den Elektro- und Sicherheitsfachhandel und lassen Sie sich beraten.
Genauso weit verbreitet wie die Vielzahl an Brandursachen sind die Unwissenheit und die Sorglosigkeit, mit der die meisten Personen eine Brandgefahr für sich ausschließen, sagt Jürgen Weingarten: „Wenn es brennt, habe ich mehr als zehn Minuten Zeit, die Wohnung zu verlassen. Mir bleibt genug Zeit, mich in Sicherheit zu bringen.“
Das sei ein Irrtum, sagt der Fachmann: „Sie haben durchschnittlich nur vier Minuten zur Flucht. Bei allen Bränden entstehen gerade in der Schwelphase schon kurz nach Brandausbruchgroße Mengen hochgiftiger Gase. Es bleiben nur zwei bis vier Minuten zur Flucht. BERICHT UNTEN
Von Manfred Schaake
Quelle: HNA Online


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