Weiterode. „Tupper ist super“. Irmgard Hämmerle (Tine Schoch) und Marie Louise Höllenbrecher (Katrin Orth) müssen das behaupten, denn sie sind Tupperberaterinnen. Sie führen am Samstag das fachkundige Publikum bei der „Tupperparty“ in Ellis voll besetztem Saal in die Plastikwelt aus Formen und Farben ein.

Längst Kultstatus: Auch das Ruckizucki-Mehlsieb präsentierten Tine Schoch und Kathrin Orth. Foto: Schmidl
Zusammen mit dem Pianisten Earl (Ralf Siebenand) stellen Frau Hämmerle mit der gewaltigen Aura und Frau Höllenbrecher, „die blöde Backunterlage“, nicht nur unzählige Objekte aus der großen Tupperwelt vor, sondern eine zweistündige Kabarettrevue auf die Bühne, die längst Kultstatus erreicht hat.
Die ultimative Tupperparty bildet den Rahmen für blutrünstige Chansons, geniale Steppchoreografien in Tuppertöpfen, politische Kampferklärungen, aussichtslose Liebesbekenntnisse, Körper-Kult und Träume frei nach dem Motto: Tuppertöpfe lassen sich umtauschen, das Leben nicht.
Aber wer will schon den „Eidgenossen“ oder die zarten und transparenten Schüsseln der Designerlinie „Die junge Welle“ umtauschen? Auch nicht den „Saladin“, das Lieblingsprodukt der Hausfrauen, hinter dem sich ein handelsüblicher Durchschlag verbirgt.
„Lass mich dein Badewasser schlürfen“ oder „Tausch ihn um“ gehören zu den laut bejubelten Chansons, „die große Schüssel fängt die kleine Schüssel“ zu den herrlich albernen Ideen, bei der das Publikum gefordert ist.
Zur Entspannung dürfen die Damen eine Gemüsebürste aus dem Tupper-Sortiment zur erotischen Stimulation benutzen und die Herren „die Prostata ertuppern“. An diesem Abend erfreut sich jede und jeder, „Teil der großen Idee zu sein“.
Warum eine Tupper-Verkaufsveranstaltung im wirklichen Leben Party genannt wird, bleibt ungeklärt. Begeisterter Applaus für „Creme Double“ und ihren Earl aus Texas.
Von Gudrun Schmidl
Quelle: HNA Online


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