Bebra. In der Bebraer Stadtkasse fehlen in diesem Jahr fast 2,8 Million Euro bei der laufenden Verwaltung, dem Ergebnishaushalt. Für die Verwaltung braucht die Stadt voraussichtlich rund 20 Millionen Euro, 2,8 Millionen mehr als sie einnimmt.

Semms Ecke: Hier soll das neue innerstädtische Handelszentrum entstehen. 280 000 Euro sind in diesem Jahr im Haushalt eingeplant. Foto: Schankweiler-Ziermann
Bürgermeister Horst Groß, der den Haushaltsentwurf 2012 im Parlament vorstellte, erklärte, seit er Bürgermeister Bebras sei, habe man verhindern können, dass Kassenkredite aufgenommen werden mussten. In diesem Jahr werde man wohl eine Premiere erleben. Der Kassenkredit ist vergleichbar mit einem Überziehungskredit. Bisher konnten Fehlbeträge mit Rücklagen ausgeglichen werden, die nun aufgebraucht sind, erläuterte Kämmerer Maik Rehn.
An Investitionen sind in diesem Jahr fast sieben Millionen Euro eingeplant, 2,68 Millionen Euro erwartet man in Bebra aus den Fördertöpfen des Landes Hessen, die Netto-Neuverschuldung liegt bei rund vier Millionen Euro. Im Finanzhaushalt, in dem die Investitionen niedergeschrieben sind, bleibt ein voraussichtlicher Fehlbedarf von über 2,3 Millionen.
Der Schuldenstand der Stadt lag übrigens Ende 2011 bei 2,75 Millionen Euro (Nettoschulden).
Von Gudrun Schankweiler-Ziermann
Quelle: HNA Online


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