Mecklar. Noch ist gar nichts spruchreif – doch das Interesse ist bereits riesengroß. Über 100 Besucher haben sich am Donnerstagabend über die Pläne der Gemeinde Ludwigsau für einen Windpark im Gemeindewald am Bärmes in Mecklar informiert. Bürgermeister Thomas Baumann betonte, dass die Planungen ganz am Anfang stünden, es gebe keinerlei Vorverträge. „Gelebte Demokratie heißt, die Bürger frühzeitig mitzunehmen“, sagte Baumann.

Viel Interesse an Windkraft: Über 100 Besucher lauschten den Ausführungen von Eugen Firus (stehend), Torsten Martitz, (rechts, sitzend) und Wolfgang Ruch (am Tisch dahinter) im großen Saal der Familie Häslein in Mecklar. Foto: Kai A. Struthoff
Als möglicher Projekt-Partner präsentierte sich die Firma VentoTec aus Leer in Ostfriesland. Torsten Martitz stellte seine Firma als „größten Projektierer im Bereich der erneuerbaren Energien“ vor. Sie betreue derzeit 250 Windkraftanlagen bundesweit. Die VentoTec übernehme dabei die gesamte Palette von der Planung bis hin zur Betriebsführung. In Mecklar könnten nach den ersten Überlegungen drei Windkraftanlagen mit einer Höhe von bis zu 140 Metern entstehen.
Das bestätigte auch Wolfgang Ruch, der Geschäftsführer des Bürgerwindparks Eichberg in Schenklengsfeld, der über seine zehn-jährige Erfahrung und mögliche Beteiligungsmodelle informierte. „Wenn die Bürger bei Windparks gemeinsame Sache mit ihrer Gemeinde machen, steigert das die Akzeptanz für das Projekt“, erklärte Ruch.
Darauf hofft auch Bürgermeister Baumann. „Wir erwarten nicht, dass alle das Projekt toll finden. Mehr als 50 Prozent Zustimmung wäre schon gut.“ (kai)



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