4107.03.1007.03.10|Heringen|18 Kommentare
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Heringen. Bürgermeister Hans Ries (54, WGH) ist gestern von den Wählerinnen und Wählern für eine zweite Wahlperiode im Amt bestätigt worden. Auf ihn entfielen 3148 Stimmen, das entspricht einem Anteil von 65 Prozent.

© HZ
Dicht gedrängt verfolgen die Bürger im Erdgeschoss des Heringer Rathauses die eintreffenden Ergebnisse der Bürgermeisterwahl.
Sein schärfster Konkurrent, der unabhängige Kandidat Manfred Knoch aus Lispenhausen, der schon 2004 gegen Ries angetreten war, kam mit 1551 Stimmen auf 32 Prozent. Weit abgeschlagen blieb die unabhängige und parteilose Bewerberin Evelyn Otto aus Bengendorf mit lediglich 143 Stimmen (drei Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 75,6 Prozent.
„Schön – ich freu’ mich!“ Mit diesen Worten reagierte Ries, der den Eingang der Einzelergebnisse aus zwölf Stimmbezirken mit vielen interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Erdgeschoss-Flur des Rathauses verfolgt hatte, auf das Resultat. Manfred Knoch hatte ihm bereits vor dem Endergebnis zum Sieg gratuliert, als feststand, dass der Abstand zwischen ihm und dem Amtsinhaber nicht mehr aufzuholen war.
Ries sagte, mit einem so klaren Ergebnis im ersten Wahlgang habe er nicht gerechnet. Offensichtlich habe er das Vertrauen der meisten Heringer gewonnen und sie mit seiner bisherigen Arbeit überzeugt. Er lud ausdrücklich die Sozialdemokraten als stärkste Fraktion im Stadtparlament zur Zusammenarbeit mit ihm ein: „Ich würde mich freuen, wenn die SPD in Heringen wieder Tritt fasst.“ Vielleicht müsse sie sich dazu von einigen alten Dogmatikern trennen, schob er nach.
Manfred Knoch hatte wenigstens auf eine Stichwahl gehofft. „Ich bin natürlich enttäuscht“, sagte Knoch, „ich habe im Wahlkampf alles gegeben, aber dieser Trend war nicht aufzuhalten.“ Er glaube aber nach wie vor, dass er als Kandidat der SPD ein noch schlechteres Ergebnis erzielt hätte. Knoch ist SPD-Mitglied, bestand aber auf einer parteiunabhängigen Kandidatur.
Er hatte lediglich im Stadtteil Kleinensee mit 49,6 Prozent gegen Ries (46,9 Prozent) ernsthaft punkten können. Im Mini-Stadtteil Bengendorf wurden für ihn elf von 24 gültigen Stimmen abgegeben.
Kandidatin Evelyn Otto war im Rathaus nicht zu einer Stellungnahme aufzufinden.
zum tage
Von Peter Lenz
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