Wehrda. „Nun also doch: Unsere Kirchen werden geschlossen!“ Mit dieser drastischen Nachricht hatten der Patron Tim Freiherr von Campenhausen und der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Wehrda-Rhina zu einer Gemeindeversammlung in die Kirche in Wehrda eingeladen.

Gemeinsam: Die Mitglieder der Kirchengemeinde Wehrda-Rhina machen sich für den Erhalt der Pfarrstelle stark. Foto: Jeuthner
„Unsere Landeskirche realisiert den Mitgliederschwund und die mangelnden Einnahmen hauptsächlich mit Sparmaßnahmen“, erklärte von Campenhausen den Menschen in der vollbesetzten Kirche.
Die Folge davon sei ein als dramatisch zu bezeichnender Pfarrstellenabbau, und es sei abzusehen, dass auch diese Kirchengemeinde ein Opfer der Pfarrstellenreduzierung zu werden drohe. Dabei sei die Ursache für den Mitgliederschwund in der Kirchengemeinde Wehrda-Rhina nicht einmal Kirchenaustritte sondern einfach die demografische Entwicklung. „Es sterben eben mehr Menschen als geboren werden.“
Es gehe im ersten Schritt auch nicht darum, eine Vollfinanzierung zu erreichen, sondern den kirchenpolitischen Entscheidungsträgern zu zeigen, dass hier um den Erhalt einer Pfarrstelle gekämpft werde, versicherte Tim von Campenhausen. Es solle eine Arbeitsgruppe gegründet werden, die sich mit diesem Thema beschäftigt.
Im Rahmen der anschließenden Diskussion wurde die allgemeine Bereitschaft der Gemeinde deutlich, sich für den Erhalt der Pfarrstelle einzusetzen und um den Verbleib „ihres“ Pfarrers zu kämpfen.
Von Elfriede Jeuthner



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