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Bevorstehende Stellenreduzierung schreckt die Kirchengemeinde Wehrda-Rhina

Um den Pfarrer kämpfen

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Wehrda. „Nun also doch: Unsere Kirchen werden geschlossen!“ Mit dieser drastischen Nachricht hatten der Patron Tim Freiherr von Campenhausen und der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Wehrda-Rhina zu einer Gemeindeversammlung in die Kirche in Wehrda eingeladen.

Gemeinsam: Die Mitglieder der Kirchengemeinde Wehrda-Rhina machen sich für den Erhalt der Pfarrstelle stark. Foto: Jeuthner

Gemeinsam: Die Mitglieder der Kirchengemeinde Wehrda-Rhina machen sich für den Erhalt der Pfarrstelle stark. Foto: Jeuthner

„Unsere Landeskirche realisiert den Mitgliederschwund und die mangelnden Einnahmen hauptsächlich mit Sparmaßnahmen“, erklärte von Campenhausen den Menschen in der vollbesetzten Kirche.

„Wollen nicht warten“

Die Folge davon sei ein als dramatisch zu bezeichnender Pfarrstellenabbau, und es sei abzusehen, dass auch diese Kirchengemeinde ein Opfer der Pfarrstellenreduzierung zu werden drohe. Dabei sei die Ursache für den Mitgliederschwund in der Kirchengemeinde Wehrda-Rhina nicht einmal Kirchenaustritte sondern einfach die demografische Entwicklung. „Es sterben eben mehr Menschen als geboren werden.“

„Diese Situation steht uns bevor“, erläuterte Freiherr von Campenhausen, „aber wir wollen nicht darauf warten. Jetzt haben wir noch Handlungsmöglichkeiten.“ Er hob das persönliche Engagement des Pfarrers Steffen Blum und dessen besondere Leistungen für die Kirchengemeinde hervor, unter anderem die Initiative für die Sanierung der beiden Kirchen des Kirchspiels Wehrda-Rhina mit dem Projekt 2017. Von Campenhausens und die Idee des Kirchenvorstandes sei es nun, eine Teilfinanzierung der Pfarrstelle sicherzustellen. Das sei allerdings nur gemeinsam mit der Kirchengemeinde zu erreichen.

Arbeitsgruppe

Es gehe im ersten Schritt auch nicht darum, eine Vollfinanzierung zu erreichen, sondern den kirchenpolitischen Entscheidungsträgern zu zeigen, dass hier um den Erhalt einer Pfarrstelle gekämpft werde, versicherte Tim von Campenhausen. Es solle eine Arbeitsgruppe gegründet werden, die sich mit diesem Thema beschäftigt.

Im Rahmen der anschließenden Diskussion wurde die allgemeine Bereitschaft der Gemeinde deutlich, sich für den Erhalt der Pfarrstelle einzusetzen und um den Verbleib „ihres“ Pfarrers zu kämpfen.

Von Elfriede Jeuthner

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