Eiterfeld Die Gebietsreform. Vor 40 Jahren hat sie für viel Unruhe in Osthessen gesorgt – auch in Eiterfeld. Dort gründete sich aus Protest sogar eine politische Gruppierung – die „Bürgervereinigung aller Ortsteile“.

Eine Todesanzeige schalteten empörte Eiterfelder, um damit gegen das Ende des Landkreises Hünfeld zu protestieren
An ihrer Spitze: Der Altapotheker Eberhard Wolfschlag. Damals wetterte er heftig über die Willkür der Politik. Heute kann er über die von ihm damals geschaltete „Todesanzeige“ für den Altkreis Hünfeld lachen. Anders als viele Buchenauer: Für sie war es unvorstellbar, zum Kreis Fulda zu gehören. An dieser Meinung hat sich bei einigen wenig geändert.
Am Mittwoch, 12. Januar 1972, ist wider Erwarten, durch eines Landrats eigensinnige Meinung und durch Mehrheitsbeschlüsse des Hünfelder Kreises, der Kreis Hünfeld im blühenden Alter von 150 Jahren nach kurzer, heimtückischer Krankheit gestorben … worden“. Diese Worte konnte man in der Hünfelder Zeitung lesen, nachdem einige Tage zuvor beschlossen worden war, Eiterfeld und somit auch Buchenau mit der Gebietsreform dem Landkreis Fulda zuzuschlagen.
Von Suria Reiche



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