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Frauen feiern Weiberfastnacht in Eiterfeld – Pflegenotstand bringt Saal zum Kochen

Elfen fliegen um die Welt

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Eiterfeld. Einmal im Jahr lassen die Eiterfelder Frauen die Männer zu Hause. Dann gehen sie alleine ins Bürgerhaus – die Weiberfastnacht am Faschings-Donnerstag ist hier schon Tradition.

Ein echter Hingucker: Susi Traud und Birgit Mihm „der Himmel auf Erden“ aus Eiterfeld. Foto: Desoi

Ein echter Hingucker: Susi Traud und Birgit Mihm „der Himmel auf Erden“ aus Eiterfeld. Foto: Desoi

Mit einem Fallschirm und lauten Motorengeräuschen flogen die ersten „Elfen“ ein, getreu nach dem Faschingsmotto „In 80 Tagen um die Welt“. Diese zwei ersten „Elfen“ führten mit Spannung, Pepp und Tempo durch das Programm: Birgit Ludwig Triesch und Elfriede Zentgraf.

Tänze und Sketche

Das Publikum wurde verwöhnt mit einem Mix aus Tanzdarstellungen und witzigen Sketchen. Kein Auge blieb trocken, kein Thema tabu. Besonders als es um den Pflegenotstand ging. Der Saal kochte, als den Gästen klar wurde, was sie im Alter erwartet: Die Kosten steigen weiter, die Ausgaben müssen noch mehr gesenkt werden. Die Patienten müssen das dünne Blättchen Toilettenpapier mehrmals benutzen. Eine Waschschüssel halb voll Wasser muss für sechs Patienten reichen. Zähneputzen und Mundwasser wird von Mund zu Mund weitergereicht. Und das alles wurde als Sketch demonstriert, ohne ein Wort zu sprechen.

Die Zuschauer hörten nur das Kommando der Pflegekraft auf der Trillerpfeife – will sagen: Material abgeben, Zeit für den Nächsten. Für diesen Programmpunkt ernteten die „Elfen“ viel Applaus.

Selbst nach dem offiziellen Programm blieben viele Frauen in geselliger Runde, bis das Bürgerhaus schließlich die Pforten schloss.

Von Christa Desoi

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