Mansbach. Das Team von Arhöna hat sich für die kommenden drei Jahre viel vorgenommen. So soll der Mansbacher Tierpark, der bereits seit zehn Jahren ein Schattendasein auf dem Gelände neben dem Geyso-Schloss fristet, vollkommen neu aufgebaut werden. Die Arbeiten daran laufen bereits auf Hochtouren. „Wir hoffen, dass wir 2013, spätestens 2014 damit fertig sind“, berichtet Arhöna-Chef Heiko Steinmann.

Exot Nummer zwei: Das weiße Känguru Snowly (links) erblickte im Herbst 2011 in Mansbach das Licht der Welt. Sie ist die Tochter von Eric. Der ist ebenfalls ein Albino und lebt seit 2009 auf dem Arhöna-Gelände. Foto: Reymond
Schon heute sind auf dem Gelände ein Gepard, zwei Schneeleoparden und drei Pumas untergebracht. Völlig untypische Bewohner für einen Tierpark. Heiko Steinmann hat die Antwort parat: „Wir sind eigentlich ein Zoologischer Garten. Das hat das Regierungspräsidium in Kassel festgestellt“.
Diese Erkenntnis hat dem Tierpark den Zugang zum Europäischen Eingliederungsprogramm für Wildtiere (EEP) ermöglicht. Und daher dürfen auch die exotischen Tiere in Mansbach leben.
Arhöna ist seit Mai 2011 EEP-Kooperationspartner. Für die Mansbacher leitet der Reitkünstler und -lehrer dieses besondere Projekt.
Wenn der Park fertig ist, werden aber auf jeden Fall die Kängurus dahin umziehen. Mittlerweile tummeln sich neun Tiere, die eigentlich in Australien beheimatet sind, direkt an der Reithalle. Darunter mittlerweile zwei weiße Kängurus. Neben Eric, der 2009 nach Mansbach kam, lebt dort auch Erics Tochter Snowly. Sie wurde im Herbst vergangenen Jahres in Mansbach geboren. Sie ist das Produkt einer Liaison zwischen Eric und einer normal grau gefärbten Känguru-Dame.
„Im Frühjahr 2011 brachte sie ein ganz normales Känguru zur Welt. Und im Herbst fiel dann plötzlich Snowly aus ihrem Beutel“, weiß Steinmann zu berichten.
Ihren Namen hat das weiße Känguru-Mädchen übrigens dem Sportartikelanbieter Kangaroos zu verdanken. Dessen Logo ziert ein weißes Känguru. Was lag da näher, um als Werbepartner für die weißen Kängurus in Mansbach zu fungieren. Kangaroos veranstaltete auf seiner Homepage im Internet eine Aktion zur Namensfindung. 2000 Menschen beteiligten sich daran. Und jetzt trägt das Mansbacher Känguru-Mädchen eben den Namen Snowly.
„Nur gut, dass der Name Snowly relativ geschlechtsneutral ist, denn erst im Dezember hat ein Tierarzt bei einer Untersuchung festgestellt, dass es sich bei ihr um ein Mädchen handelt“, teilt Steinmann mit.
Von Mario Reymond
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