Heringen. Das Bensheimer Zentrum für Chemie (ZFC) organisierte bereits zum zehnten Mal das Erfinderlabor für hochbegabte Schüler der Jahrgangsstufen 11 bis 13. Von der Heringer Werratalschule nahm Julia Zaenker teil. Sie wurde von ihrer Chemie-Lehrerin Hannelore Heymann darauf aufmerksam gemacht und schickte sofort die Bewerbung ab.

Kein Vergleich zur Ausstattung an einer Hochschule. Aber auch an der Werratalschule können die Schülerinnen und Schüler, hier Julia Zaenker, die Funktion einer Brennstoffzelle testen. Foto: Reymond
Insgesamt wollten 140 Bewerber aus 57 hessischen Schulen einen der 16 Plätze – acht Schüler und acht Schülerinnen – ergattern. Und die Heringer Schülerin, die im Anschluss an das Abitur und dem anstehenden Zusatzschuljahr im Zuge der CTA-Ausbildung, Chemieingenieurwesen studieren möchte, wurde wegen ihrer überdurchschnittlichen Leistungen in den naturwissenschaftlichen Fächern ausgewählt. In Chemie erhält sie im aktuellen Zeugnis 15 Punkte.
Die Teilnahme am Erfinderlabor bereitete ihr große Freude. „Es war zwar eine anstrengende Woche, doch der Blick in die Hochschule, das Unternehmen und der Austausch mit Gleichgesinnten haben mir viel gebracht“, sagt Julia Zaenker.
Eine Woche lang beschäftigten sich die 16 Schüler in vier Vierergruppen an der Hochschule Rhein-Main in Rüsselsheim mit der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Sie gilt als der Hoffnungsträger im Bereich einer umweltgerechten Energieversorgung. Führende Autohersteller wollen ab 2015 erste Modelle in Serie fertigen, die mit Wasserstoff betrieben werden und kein Kohlenstoffdioxid mehr ausstoßen.
Hier seien nicht nur hochbegabte, sondern auch enorm motivierte Jungforscher am Start gewesen. Initiativen wie das Erfinderlabor seien deshalb besonders wertvoll, weil sie Theorie und Praxis auf kreative Weise vereinten.
Und Julia Zaenker war besonders erfolgreich. Ihre Gruppe erhielt den Sonderpreis: Ein Zertifikat, das eigenständiges Forschen bestätigt und für das spätere Berufsleben sicher nicht von Nachteil sein wird, einen USB-Stick sowie ein einwöchiges Praktikum bei der Umicore AG in Hanau.
Von Mario Reymond
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