Lengers. Die Mitglieder der Heringer Ortsgruppe des Naturschutzbundes (NABU) hoffen darauf, dass sich im März oder April wieder Störche an der Werra niederlassen, um dort zu brüten.

Die letzten Handgriffe: Horst-Hubert Klotzbach (rechts) markiert den Horst mit weißer Farbe. Michael Herzog (Mitte) füllt den Kuhmist ein und Zimmermeister Claus Fend (links) aus Ronshausen wartet darauf, dass er den eigens für den NABU-Heringen gefertigten Lärchenunterbau samt Horst auf den Hochspannungsmast heben kann. Foto: Reymond
Damit dies auch gelingen kann, wurde gestern Nachmittag ein Horst an der Werra bei Lengers erneuert. Der alte Unterbau war so marode, dass er jetzt durch ein komplett neues Lärchengerüst ersetzt werden musste. Auch der neue Horst aus Weidengeflecht, gefüllt mit Humus und Kuhmist, wurde auf dem Lärchengerippe platziert und schließlich mit Hilfe eines Krans auf einen ausgemusterten Hochspannungsmast gehoben und dort verankert.
Zuvor hatte der erste Vorsitzende des Heringer NABU, Horst Hubert Klotzbach, Teile des Weidengeflechts mit weißer Farbe bemalt. „Das stellt Storchenkot da und soll die Vögel anziehen“, erklärt Klotzbach.
In den beiden vergangenen Jahren jedenfalls war der Horst bei Lengers jeweils von einem Storchenpaar besetzt. „Das Männchen war immer dasselbe. Vielleicht kommt es ja auch in diesem Jahr wieder zurück“, hofft Klotzbach.
Im vergangenen Jahr gab es dafür gleich doppelten Grund zur Freude. Und diesmal überlebten auch beide Jungstörche.
An der Werra stehen in der Region zurzeit drei Horste. Der bei Lengers, einer in der Rohrlache bei Heringen und ein dritter im Obersuhler Rhäden. Alle drei waren im vergangenen Jahr besetzt. An der Fulda dagegen hatten die Männer vom NABU weniger Erfolg. Zwischen Rotenburg und Mengshausen blieben 2011 alle Horste leer.
Von Mario Reymond
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