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Kliniken weisen Vorwürfe zurück

Gemeinsame Erklärung zum Elisabeth-Krankenhaus

Kliniken weisen Vorwürfe zurück

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Hersfeld-Rotenburg. In scharfer Form haben das Klinikum Bad Hersfeld, das St. Elisabeth-Krankenhaus und das Kreiskrankenhaus Rotenburg in einer gemeinsamen Stellungnahme Vorwürfe zurückgewiesen, sie hätten aktiv die Schließung des St. Elisabeth- Krankenhauses in Bad Hersfeld betrieben, um damit die Stellung des Klinikums zu stärken.

Die Geschäftsführer der drei Kliniken reagierten damit auf ein Interview mit dem Mediziner Dr. Bernhard Hennes, der als Belegarzt am St. Elisabeth-Krankenhaus arbeitet.

„Juwel wird plattgemacht“

Dr. Hennes hatte darin behauptet, „ein Juwel werde plattgemacht“, weil man am Klinikum eine Mindestzahl von 800 Geburten brauche, um eine Neugeborenen-Intensiv-Station gefördert zu bekommen. „Dazu muss das Elisabeth-Krankenhaus ebenso geschlossen werden wie die Geburtenstation in Rotenburg,“ hatte Dr. Hennes erklärt.

Michael Sammet, der Geschäftsführer des Sankt Elisabeth-Krankenhauses, macht darin noch einmal deutlich, dass die Entscheidung zur Umwidmung des Sankt Elisabeth-Krankenhauses in eine Kinder- und Jugendpsychiatrie eine Entscheidung seines Trägers ist und damit der Standort in Bad Hersfeld langfristig mit der neuen Aufgabenstellung abgesichert werde.

Es treffe nicht zu, dass die Geschäftsführung des Klinikums aktiv daran mitgewirkt habe. Viel mehr habe sich das Klinikum bereit erklärt, für die niedergelassenen Ärzte den OP-Betrieb im Sankt Elisabeth-Krankenhaus weiter aufrecht zu erhalten.

Für das Kreiskrankenhaus Rotenburg erklärte dessen Geschäftsführer Reiner Schickling, dass auch hier die Schließung der Geburtenstation eine reine Trägerentscheidung war, da es der Klinik trotz intensiver Suche nicht gelungen sei, einen Dritten an der Geburtshilfe interessierten Gynäkologen zu finden. Auch hier habe sich das Klinikum Bad Hersfeld bereit erklärt, den Beleghebammen und den Belegärzten Beschäftigungsmöglichkeiten im Klinikum anzubieten.

Keine Mindestzahl

Auch Martin Ködding, der Geschäftsführer des Klinikums, wies die Vorwürfe von Dr. Hennes zurück. Das Klinikum habe bereits seit vielen Jahren eine Neugeborenen-Intensiv-Station und eine vorgeschriebene Mindestzahl von Geburten gebe es in diesem Bereich nicht.

Geschäftsführer Ködding wies zudem darauf hin, dass er mit allen Ärzten des Sankt Elisabeth-Krankenhauses Gespräche geführt habe. „Herr Dr. Hennes hat sich nach einem orientierten Gespräch überhaupt nicht mehr gemeldet hat“, sagte Ködding. (red/kai)

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