Bad Hersfeld. Über den Markplatz pfeift ein eisiger Wind. Bei Temperaturen unter minus zehn Grad schlottern die Verkäufer auf dem Wochenmarkt vor Kälte. Bei Willi Schölzke und Brigitte Jansky kann man Natursauerteig-Brot aus dem Spessart kaufen. Aber auch das gefriert den Verkäufern beinahe in den Händen.

Dankbare Abnehmer: In der Mittagspause gibt es für die Gäste des Schnellimbisses „Grillstation“ bei Diebels in der Konrad-Zuse-Straße warme Sachen. Zu Pommes und Bratwurst kommen Kopf-, Hals- und Fingerwärmer als Geschenk. Foto: Hornickel
Da kommen die Mützen, Schals und Handschuhe gerade richtig, die die Hersfelder Zeitung gemeinsam mit dem Mode-Centrum Sauer an all jene verteilt, die trotz der Kälte draußen arbeiten müssen. „Mit euren Mützen ist uns nicht mehr so kalt“, freut sich Willi Schölzke, der jeden Freitag auf dem Wochenmarkt steht.
Auch Timo Heipel, Mitarbeiter des Obi-Baumarkts, muss von morgens bis abends im Lager arbeiten, wo frostige Temperaturen herrschen. „Selbst nach 20 Jahren friert man noch“, erklärt sein Kollege Stefan Müller. Beide waren deshalb begeistert von den wärmenden Geschenken.
Die Polizeibeamten Jan Henkel und Torsten Barra verbringen die Hälfte ihrer Arbeitszeit außerhalb des Büros. Zwölf Stunden Nachtdienst oder drei Stunden bei einem Verkehrsunfall gehören für sie schon mal dazu.
Bei der Anti-Frost-Aktion bedacht wird auch die Bahnhofsmission. Damit nicht nur die Arbeiter in der Kälte, sondern auch Wohnungslose und Bedürftige gut geschützt durch die eisigen Tage kommen.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).



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