Bad Hersfeld. Mit „blühenden Landschaften“ darf sich in nicht allzu ferner Zeit die Stadt Bad Hersfeld schmücken. Mit dieser Anspielung auf Altkanzler Helmut Kohl umriss Martin Bode, Fachbereichsleiter im Technischen Rathaus von Bad Hersfeld, die weitere Freilegung des Geisbaches im Schilde-Park, für die es gestern Fördergeld aus Wiesbaden gab.

Gegenwart und Zukunft auf einem Bild: Im Bad Hersfelder Schilde-Park wird in diesem Jahr zwischen Stockwerkshallen und Schillerplatz (hinten im Bild) der Geisbach in einer naturnah gestalteten Landschaft freigelegt. Zeichnung und Montage: WAGU Kassel
Denn im abschließenden dritten Bauabschnitt soll im Laufe dieses Jahres zwischen Stockwerkshallen und Schillerplatz eine naturnahe Landschaft entstehen, in der neben dem mäandernden Bachlauf auch Blumenwiesen Platz finden.
Wie aus einem ehemaligen Industriegelände eine teils natürlich, teils etwas geordneter angelegte Parkanlage werden kann, das wird auch von der Hessischen Landesregierung mit großem Interesse beobachtet.
„Das ist auch über die Grenzen von Bad Hersfeld hinaus ein Vorzeigeprojekt,“ sagte gestern Umwelt-Staatssekretär Mark Weinmeister, der den Verantwortlichen bei der Stadt attestierte, sich mit dem Schilde-Park „schon etwas zugetraut“ zu haben. Vor allem imponierte Weinmeister hier die Verbindung von Gewässerschutz und Stadtentwicklung.
Die überregionale Bedeutung des Projekts erklärt auch den Umstand, dass die Stadt den Bescheid zwar aus haushaltsrechtlichen Gründen schon im vergangenen Jahr erhalten hatte, die öffentlichkeitswirksame Übergabe im Nachhinein aber noch zelebriert wurde.
Das soll auch beim jetzt bevorstehenden dritten Bauabschnitt der Geis-Freilegung nicht anders ein. Auf einer Länge von 195 Metern wird der Bach aus seinem überdeckelten Kanal befreit und soll sich künftig in sanften Schwüngen durch den Park winden (unsere Zeitung berichtete). Dafür müssen rund 12 000 Kubikmeter Erde bewegt werden.
1,178 Millionen Euro wird das insgesamt kosten, von denen die Stadt dank der Hilfe aus Wiesbaden allerdings nur ein Viertel selbst bezahlen muss. Der Förderbescheid beläuft sich auf exakt 883 620 Euro.
Mit zusätzlich 498 500 Euro unterstützt das Land zudem drei weitere Etappen der Fulda-Renaturierung. Hier soll für 664 000 Euro unter anderem eine Verbindung zwischen Fulda und Fuldasee geschaffen werden. Beide Gewässerprojekte wurden vom Hersfeld-erfahrenen Büro WAGU aus Kassel geplant.
„Ein guter Start ins neue Jahr“, befand denn auch Bürgermeister Fehling, „das könnte gar nicht besser sein.“
Von Karl Schönholtz



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