Ob das Bundesverwaltungsgericht den Weiterbau der A 44 erlauben wird, ist nach zwei Verhandlungstagen nur schwer abzusehen. Tatsache ist, dass sich das Land Hessen bemüht hat, seine Schularbeiten zu machen.
Mit knapp 40 Frauen und Männern bot es eine ganze Armee von Rechtsanwälten, Gutachtern und Experten auf. So ähnelte die Gerichtsverhandlung einem Fortbildungskurs in Geologie, Gewässer- und Tierkunde. Die hohen Richter fanden gleichwohl zwei Kritikpunkte: Zum einen geht es um zusätzliche Stickstoffeinträge in den Waldboden, die der Verkehr auf der Autobahn mit sich bringen könnte. Zum anderen verlieren die Fledermäuse einen geringen Teil ihres Jagdreviers.
Kann das Problem Stickstoff nicht gelöst werden, muss das Land dennoch nicht die Flinte ins Korn werfen: Man könnte zusätzliche Waldgebiete als Ausgleichsflächen präsentieren. Schwieriger wird es bei den Fledermäusen: Was kann man tun, dass sie trotz Autobahn so jagen können wie zuvor?



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