Gestörter Schlaf

In einer reizarmen Umgebung schläft es sich besser

Eine wiederholt gestörte Nachtruhe zehrt nicht nur langfristig an den Nerven, sondern macht auf Dauer krank. Eine wichtige Bedingung für eine optimale Erholung ist eine Schlafatmosphäre ohne Elektrogeräte und ein Verdunkelungsvorhang, der auch wirklich alle Lichtreize am Fenster fernhält.

Eine chronische Schlafstörung liegt dann vor, wenn das Einschlafen an sich regelmäßig Probleme bereitet, die Schlafphase häufiger unterbrochen oder morgens zu früh beendet wird. Die Gründe dafür sind vielfältig. Stress, Sorgen, Bewegungsarmut, aber auch diverse körperliche oder psychische Erkrankungen können Auslöser für schlaflose Nächte sein. Fakt ist: Mittlerweile plagt sich mindestens ein Viertel der Bevölkerung mit Schlafproblemen herum.

Nicht selten sind die Ursachen hausgemacht, zum Beispiel durch eine unzureichende Schlafzimmerverdunkelung oder ein übermäßiger Internet- oder Fernsehkonsum vor dem Zubettgehen. Dabei gibt es recht einfache Maßnahmen, um eine erholsame Nachtruhe maßgeblich zu unterstützen.

Das Schlafzimmer reizarm gestalten

So mancher lässt sich zur Schlafenszeit gerne noch ein wenig vor dem Fernseher berieseln. Das Problem: Selbst wenn der Betroffene dabei eingeschlafen ist - das Gehirn registriert sehr wohl die akustischen Signale und das Flimmern des Gerätes und kommt nicht wirklich zur Ruhe. Ein Fernsehgerät sollte daher konsequent aus dem Schlafraum verbannt werden. Auch andere Lichtquellen, wie beispielsweise ein elektrischer Radiowecker, sollten nicht im Schlafzimmer stehen, denn auch das Leuchten der Ziffern wird unbewusst wahrgenommen. Ebenso kontraproduktiv sind Smartphones oder W-Lan-Boxen, die Elektrosmog ausstrahlen.

Äußere Lichtreize mit lichtundurchlässigem Verdunkelungsvorhang ausschließen

Ein weiterer Punkt, auf den Schlafmediziner immer wieder hinweisen, ist eine effektive Schlafzimmerverdunkelung. So wirken sich nicht nur blinkende Reklamelichter, Laternen oder Mondlicht störend auf den Schlaf aus, sondern auch das Sonnenlicht im Sommer in den frühen Morgenstunden. Es muss daher unbedingt für eine möglichst starke Abdunkelung des Fensters gesorgt werden – sei es mit einem komplett lichtundurchlässigen Verdunkelungsvorhang oder einem speziellen Verdunkelungsrollo oder -plissee.

Auf dem Markt gibt es viele Sonnenschutztypen mit verschiedenen Transparenzgraden. Sämtliche lichtdurchlässigen Fensterdekos schirmen jedoch im Gegensatz zu einem ausgewiesenen Verdunkelungsvorhang nur unzureichend vor äußeren Lichtreizen ab und tragen ebenso zu unruhigen Nächten bei.

Während Vorhänge naturgemäß das Fenster ganz bedecken, ist insbesondere bei Rollos oder Plissees darauf zu achten, dass auch der seitliche Lichteintrag durch eine fensternahe Montageform und gute Anpassung möglichst auf ein Minimum reduziert wird.

Für viel Bewegung sorgen

Ein ganz klassischer Grund für Schlafmangel heutzutage ist auch, dass immer mehr Menschen einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit im Büro vor dem Computer nachgehen, was gleich zwei Probleme nach sich zieht. Während sich der Körper einerseits den ganzen Tag mehr oder weniger im Ruhemodus befindet, werden dem Gehirn andererseits oft unter Zeitdruck Höchstleistungen abverlangt, was nächtliches Grübeln fördert beziehungsweise ein gezieltes Abschalten vom Arbeitsalltag erheblich behindert. Ein guter Ausgleich ist es, dem Körper vor dem Schlafengehen durch Sport noch ausreichend Bewegung zu bieten. Das baut nicht nur Stresshormone ab und befreit den Kopf, sondern erhöht aufgrund einer stärkeren Sauerstoffzufuhr zwangsläufig auch das Schlafbedürfnis.

Weitere Tipps, um Schlafprobleme zu beheben

Hilfreich ist zudem, in der Freizeit das Handy oder den Computer einfach mal abzuschalten. Ständige Erreichbarkeit oder eine Reizüberflutung durch zahlreiche Informationsangebote aus dem Internet stellen ebenfalls einen erheblichen Stressfaktor dar.

Auf Alkohol sollte vor der Bettruhe möglichst ganz verzichtet werden. Er verhilft zunächst zwar zum schnelleren Einschlafen. Doch der biochemische Abbau des Alkohols macht während der Nacht wieder munter.

Grundsätzlich müssen Schlafprobleme auch immer medizinisch abgeklärt werden. Nicht nur, weil durch geeignete Therapiemaßnahmen eine Schlafstörung gezielt behandelt werden kann, sondern auch, weil eine dringend behandlungsbedürftige Krankheit vorliegen kann, wie zum Beispiel eine Schlafapnoe, bei der nachts der Atem aussetzt.

Bei chronischen Schlafstörungen ist unter anderem auch der Besuch eines Schlaflabors empfehlenswert, um die Ursache zu identifizieren. Liegt eine psychische Problematik zu Grunde, können eine Psychotherapie sowie Entspannungsübungen wie Autogenes Training langfristig Abhilfe schaffen.

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