Vorteile mit dem Extra-Unterricht

Wirksamkeit von Nachhilfe – Worauf Eltern achten sollten

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Ob Einzel- oder Gruppenunterricht - Nachhilfe verbessert die Noten bei den meisten Schülern.

Fast jedes 3. Kind erhält in Deutschland im Laufe seiner Schulzeit mindestens einmal Nachhilfe. Daher stellt sich die Frage, worauf Eltern achten sollten, damit der Extraunterricht den gewünschten Erfolg bringt.

Generell lässt sich sagen, dass Nachhilfe im Familienkreis meistens nur geeignet ist, kleinere Lücken zu schließen. Das Lernen mit Mutter, Vater oder Geschwistern ist meistens emotional für beide Seiten schwierig. So kommt es schnell zu lauten Worten, Ablehnung, Verzweiflung und Tränen. Hinzu kommt, dass Eltern oft über wenig Zeit verfügen und sich den Unterrichtsstoff häufig erst wieder aneignen müssen, da die eigene Schulzeit lange zurück liegt. Aus diesen Gründen suchen Eltern immer häufiger eine professionelle Hilfe für ihr Kind.

Professionelle Hilfe

Die Angebote im Nachhilfebereich sind vielfältig und oft unüberschaubar. Generell muss zwischen Einzel- und Gruppenunterricht unterschieden werden. Die Effizienz von Gruppenunterricht hängt von vielen Faktoren ab. Eine große Rolle spielt die Gruppengröße und die Zusammensetzung der Gruppe. Je mehr Kinder zusammen unterrichtet werden, des­to weniger Zeit steht für das einzelne Kind zur Verfügung. Gerade Kinder mit Schulproblemen benötigen aber eine intensive Betreuung und die Aufmerksamkeit der Nachhilfefachkraft. Werden in einer Gruppe gleichzeitig verschiedene Fächer und/oder Jahrgangsstufen unterrichtet, so werden die Kinder häufig abgelenkt oder müssen sich mit sogenannter „Stillarbeit“ beschäftigen.

Diese Art der Nachhilfe ist daher für die Aufarbeitung größerer Defizite weniger geeignet. Eltern sollten bei Gruppenunterricht auch darauf achten, dass die Nachhilfe immer von derselben Lehrkraft durchgeführt wird, da nur dann auf die individuellen Probleme des Kindes eingegangen werden kann.

Einzelunterricht

Einzelunterricht ist bei sensiblen Kindern oder größeren Wissenslücken meistens der schnellere Weg zum Erfolg. Die Qualität von Einzelunterricht hängt entscheidend davon ab, die richtige Nachhilfefachkraft für das Kind zu finden. So ist vielleicht ein Mathematiker oder Physiker für den Oberstufenschüler im Leistungskurs genau das Richtige, während ein Grundschüler besser mit einer Person lernt, die auf die Art des Kindes eingehen kann und geduldig immer wieder Beispiele zur Veranschaulichung der Grundrechenarten ­an­­bringt. Gibt es die geeignete Person im Bekanntenkreis nicht, kann die Hilfe von Instituten in Anspruch genommen werden, die sich auf Einzelunterricht spezialisiert haben und über einen Pool von Fachkräften verfügen. Eltern sollten hierbei darauf achten, dass ein individueller Beratungstermin vor Beginn der Nachhilfe angeboten wird, damit das Institut gezielt die geeignete Lehrkraft – abgestimmt auf die Bedürfnisse des Kindes – aussuchen kann.

Zwischenzeile

Passen Lehrkraft und Schüler zusammen, so ist die Effizienz der Einzelnachhilfe nicht zu überbieten. Trotzdem sollten Schüler und Eltern keine Wunder erwarten, denn größere Lücken lassen sich nicht in zwei oder drei Wochen beheben. Da das Kind im Einzelunterricht in der Regel schnell Fortschritte macht, ist diese Form der Nachhilfe im Endeffekt häufig sogar kostengünstiger als Gruppenunterricht auch wenn die einzelne Unterrichtsstunde naturgemäß teurer ist.

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