Was tun, wenn’s gekracht hat?

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Nur einen Moment nicht aufgepasst: ein Auffahrunfall ist schnell passiert

Im Umgang mit den Versicherungen bei der Schadensabwicklung mit der gegnerischen Versicherung muss der Anspruchssteller beachten, dass es das tägliche Brot der Versicherer ist, mit solchen Sachverhalten umzugehen. Der Geschädigte sollte sich zunächst beim Unfall vor Ort die Daten des Unfallgegners mit Personalausweis, Führerschein, Versicherungskarte und KFZ-Kennzeichen notieren. Bei größeren Schäden sollte immer die Polizei hinzugerufen werden, genauso bei zweifelhaften Sachverhalten. Bestenfalls sollte die Unfallsituation fotografiert werden.

Unfallskizze anfertigen

Adressen von Zeugen und anderen Beteiligten notieren. Nach dem Unfall sollte umgehend ein Bericht mit Skizze angefertigt werden. Hat man Daten des Unfallgegners nicht, so kann ein Anwalt über das KFZ-Kennzeichen den Halter des anderen Fahrzeugs ausfindig machen. Ist die Schuldfrage nicht eindeutig und sind am KFZ des Unfallgegners auch Schäden entstanden, so muss unverzüglich die eigene Haftpflichtversicherung informiert werden. Bei Personenschäden, auch bei nur geringen, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Von diesem sollte, falls noch nicht geschehen, ein Unfallbericht gefertigt werden. Dann muss man sich im nächsten Schritt mit der Versicherung auseinandersetzen. Hierzu ist ein Rechtsanwalt nicht unbedingt erforderlich. Es empfiehlt sich jedoch, einen Rechtsberater hinzuzuziehen, wenn die Lage komplizierter scheint oder die Versicherung Zahlung verweigert.

Die Kosten werden erstattet, soweit die Inanspruchnahme erforderlich war, weil der Geschädigte geschäftlich ungewandt war, die Schadensregulierung verzögert wurde oder ein nicht einfach gelagerter Fall vorlag. In jedem Fall werden die Kosten von der Haftpflicht des Gegners nur erstattet, soweit ein Anspruch gegen die Versicherung auf Schadensersatz besteht.

Erfolgt die Schadensregulierung durch den Versicherer - von Bagatellfällen mal abgesehen - nicht aufgrund der ersten Schadensmeldung des Geschädigten, so sind auch die Kosten des danach beauftragten Anwalts erstattungspflichtig.

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