Die Tür zur Trauerarbeit öffnen

Ist ein naher Familienangehöriger gestorben, stehen die nächsten Mitglieder der Familie zunächst unter einer Art Schock. Oftmals fehlt im Rahmen der Formalitäten rund um die Beerdigung die Zeit, bereits um den Toten zu trauern.

 Am Bestatter liegt es, die Tür zur Trauerarbeit zu öffnen, den Weg aus der Trauer aufzuzeigen und die ersten Schritte in die Trauer zu begleiten. Trauernde dann nicht allein zu lassen, sondern vermittelnd auf Trauergesprächskreise, Seminare oder Trauertherapiemöglichkeiten hinzuweisen, gehört ebenfalls zu den Aufgaben eine Bestatters. Alles im Bewusstsein, dass im „Ja zur Trauer“ bereits der Keim für ein neues „Ja zum Leben“ steckt. Denn gelebte Trauer hat heilende Wirkung und verlängert Leben im positiven, glücksbejahenden Sinn.

Die Erfahrung des Todes ermöglicht ein neues „Ja“ zu sich selbst und das Erkennen der eigenen Endlichkeit im positiven Sinne. Damit man seinen lieben Verstorbenen in einer würdigen Atmosphäre in aller Ruhe verabschieden kann, haben die Bestatter meist einen Aufbahrungsraum, der dieses ermöglicht.

Denn es ist eine Tatsache, dass die offene Aufbahrung in einem entsprechenden Rahmen und durch eine letzte Berührung einen letzten Gruß und auch durch die Beigabe von Briefen, Bildern und anderen persönlichen Dingen die im Leben des Verstorbenen eine Rolle gespielt haben, den Tod erst begreifbar und fassbar macht.

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