Tiere wie in der freien Natur

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Dem lebenden Tier täuschend ähnlich steht dieses Wildschwein zum Foto im Garten in Ransbach. Allerdings wurde der Eber als Jagdtrophäe zuvor präpariert. 

Das Wildschwein unterm Nadelbaum in Heini Pfaffs Garten in Ransbach könnte auch in der freien Flur nicht natürlicher aussehen. Dieses Exemplar hat der geprüfte Tierpräparator allerdings für einen Freizeitjäger als ewige Jagdtrophäe haltbar gemacht. Auch beim Iltis auf einem Aststumpf muss man schon genauer hinsehen, um das Tier als Präparat zu erkennen.

Ein tierähnlicher Kopf aus weißem PU-Schaum in seiner Werkstatt gibt dann schon eher die Vorstellung, wie aus einem erlegten Wild in verschiedenen Arbeitsgängen der von Jägern gern präsentierte Beweis ihrer Treffsicherheit entsteht.

Heini Pfaff hat noch während seiner Dienstzeit als Beamter im Bundesgrenzschutz damit begonnen, Tiere zu präparieren. Damals habe das mehr dem Charakter des Ausstopfens entsprochen, kann er sich noch an seine ersten Anfängerversuche erinnern. Wesentliche Fortschritte habe dann die Verwendung von PU-Schaum gebracht. Das Material lasse sich gut mit Werkzeugen bearbeiten und bleibe über lange Zeit formstabil. Auch seien während der Arbeit am Modell immer noch Veränderungen machbar.

Hat Pfaff den Auftrag für ein zu präparierendes Tier, fertigt er davon zunächst eine Maßskizze an. Danach erstellt er eine Rohform, die nach entsprechender Feinarbeit den Kundenwünschen entsprechen soll. Danach wird die zuvor konservierte Tierhaut übergezogen. Dabei liegt es an der Fähigkeit des Präparators, der Trophäe die richtige Mimik und Haltung zu geben. Raubtiere haben zum Beispiel ihren Blick nach vorn gerichtet, während Fluchttiere mit ihren Augen auch seitwärts beobachten. Wichtig ist, dass Proportionen und Körperhaltung dem natürlichen Wesen des Tieres entsprechen müssen.

Pfaff hat sich inzwischen vielfältige Erfahrung angeeignet, die er mit Kursen und Seminaren immer auf dem aktuellen Stand hält. Zudem muss er Artenschutzbestimmungen beachten und führt über seine Arbeit entsprechend Buch. Er präpariert Säugetiere, Fische und Vögel, aber keine Weichtiere wie Schlangen und Echsen. Telefonisch ist Pfaff über die Rufnummer (06629) 6979 erreichbar. Seine E-Mail-Adresse lautet heini_pfaff@web.de.

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