Sicher zur Schule: Kinder im winterlichen Straßenverkehr

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Der Weg zur Schule ist für Kinder im Winter nicht nur anstrengend und unangenehm aufgrund der kalten Temperaturen, er kann auch durchaus gefährlich werden. Diesiges Wetter, Regen oder Schnee sorgen insbesondere in den Morgenstunden für schlechte Sicht. Aber auch tagsüber herrschen oft schlechte Sichtverhältnisse, wenn es unter dem Nebel überhaupt nicht richtig hell wird. Ist die Sicht schlecht, steigt die Gefahr, dass Kinder von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen werden. Damit Kinder sicher zur Schule kommen, sind daher einige Verhaltensregeln wichtig.

Gut sichtbar sein für andere Verkehrsteilnehmer

Gut sichtbar zu sein ist im winterlichen Straßenverkehr das A und O. Sind Kinder schon von weitem am Straßenrand oder am Zebrastreifen für andere Verkehrsteilnehmer zu sehen, können diese rechtzeitig reagieren. In dunkler Kleidung heben sich Personen, die auf dem Gehweg warten, um die Straße zu überqueren, jedoch kaum von der diesigen, dunklen Umgebung ab. Selbst wenn Straßenlaternen in der Nähe stehen, sind dunkel angezogene Kinder von weitem fast nicht zu sehen, weil sie mit den umgebenden Schatten verschmelzen. Eltern sollten daher darauf achten, dass die obersten Kleidungsstücke ihrer Kinder diese Eigenschaften haben:

  • Helle Farben oder Knallfarben
  • Einsätze in Warnorange oder Warngelb
  • Reflektorstreifen, die vorne, seitlich und am Rücken angebracht sind.

Besonders wichtig sind reflektierende Streifen und Einsätze, weil diese das auftreffende Licht von PKW-Lichtern zurückwerfen und die Person so schon von weitem sichtbar ist. Auch das Tragen von Kopfbedeckungen wie Mützen und Käppis in Warnfarben erhöht die Sicherheit.

Einen Großteil der Silhouette der Kinder macht der Schulranzen aus. Er verdeckt die Rückenpartie und muss daher ebenfalls dazu beitragen, dass Kinder gut sichtbar sind. Zumindest ein Teil des Ranzens sollte daher mit Warnfarben ausgestattet sein. Nach der DIN-Norm 58124 müssen es mindestens 20 Prozent sein. Schulranzen von bekannten Marken sind zudem mit sogenannten Leuchtfarben ausgestattet, die aufleuchten, sobald Licht darauf fällt. Außerdem müssen nach DIN-Norm 58124 mindestens 10 Prozent der Vorderseite und der Seitenteile der Schultasche über Reflektorstreifen verfügen, um für ausreichende Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen.

Erst schauen, dann loslaufen

Kindern sind die Gefahren im Straßenverkehr noch nicht so deutlich bewusst wie uns Erwachsenen. Laufen sie gemeinsam, sind sie zudem oft abgelenkt, es wird gerangelt und geschubst. Dabei achten sie nicht auf vorbeifahrende Autos. Eltern sollten mit ihren Kindern daher das richtige Verhalten auf dem Schulweg regelmäßig üben. Sie sollten ihnen einschärfen, dass sie zu jederzeit auf andere Verkehrsteilnehmer achten müssen, im Speziellen auf Autofahrer. Vor dem Überqueren einer Straße müssen Kinder stehenbleiben und nach links, dann nach rechts und noch einmal nach links schauen, um wirklich sicher zu sein, dass kein Auto kommt. Weiterhin sollten Eltern ihren Sprösslingen auch für das Überqueren eines Zebrastreifens umsichtiges Verhalten beibringen. Es kann nicht vorausgesetzt werden, dass jeder Autofahrer immer wahrnimmt, dass Kinder den Zebrastreifen überqueren möchten. Aus diesem Grund sollten Kinder, bevor sie loslaufen, den Blickkontakt zum Autofahrer suchen. Kinder sollten am besten schon vor dem ersten Schultag lernen, sich umsichtig und vorausschauend im Straßenverkehr zu verhalten. Denn so können zahlreiche Unfälle vermieden werden.

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