Erst die Dämmung der Außenfassade oder erst die neue Heizungsanlage?

Das perfekte Energiesparhaus

Die „Hessische Energiespar-Aktion“ informiert: Erst die Dämmung der Außenfassade oder erst eine neue Heizungsanlage einbauen? Der „Energiepass Hessen“ zum Sonderpreis von 37,50 € berechnet Einsparpotenziale und Kosten der Maßnahmen Die Frage nach der „richtigen“ Reihenfolge wird im Rahmen einer Gebäudesanierung immer wieder gestellt.

Erst die Dämmung, dann die Heizungsanlage oder umgekehrt? „Das ist heute egal, wenn es sich um „kleinere“ Gebäude, Einfamilienhäuser, Reihenhäuser oder kleine Mehrfamilienhäuser handelt. Die früher gefürchtete „Überdimensionierung“ ist heute kein Problem mehr. Waren vor einigen Jahren Kessel mit großer Oberfläche und schlechter Dämmung (2 cm), nicht geregelter Betriebsweise und ganzjährig mit 60 bis 80°C kochenden Wasser beheizt Standard, ist Überdimensionierung heute kein Thema mehr. Neue Kessel sind kompakt und mit 10 cm Dämmung versehen, regeln sich nach der Außentemperatur, stellen sich bei fehlender Wärmeabfrage aus dem Haus auch schon einmal ab, arbeiten meist bei 30 bis 50°C Kesseltemperatur und nutzen sogar die im Abgas enthaltenen Energie (Brennwertkessel)“, so Werner Eicke-Hennig, Leiter der Hessischen Energiespar-Aktion, ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

„Bei solch geringen Kesselverlusten ist die Größe keine Frage mehr. Wer ein Einfamilienhaus mit etwa 8 kW Wärmebedarf besitzt, muss ohnehin einen Kessel mit 11 bis18 kW einbauen, damit dieser einen gewissen Komfort bei der Warmwasserbereitung bietet. Statt der Frage „Kessel oder Dämmung – was zuerst“ schlage ich vor: Wenn der Kessel kaputt geht, wird der Kessel erneuert und wenn ein Bauteil am Haus instand gesetzt werden muss, verbes¬sert man dessen Wärmeschutz. Damit ist auf einfache Weise der Weg jedes Hauses zum Energiesparhaus vorgezeichnet“, so der Energieexperte weiter.

In der Regel führen 6 Schritte zum Ziel: Dachdämmung – Außenwanddämmung – Kellerdeckendämmung – neue Fenster mit Wärmeschutzverglasung – Brennwertkessel oder erneuerbare Energien – Solaranlage für die Warmwasserbereitung. Die konkrete Einsparung und eine Kostenschätzung für die sechs Schritte zum Energiesparhaus erhalten Sie durch den „Energiepass Hessen“, der im Rahmen einer Sonderaktion des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für 37,50 €, also der Hälfte des regulären Preises, angeboten wird. Den Fragebogen zum Pass bekommen Sie unter info@energiesparaktion.de oder

Hessische Energiespar-Aktion“, Rheinstraße 65, 64295 Darmstadt.

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