Weniger Energie, mehr Komfort

Optimales Maßnahmenbündel bei der energetischen Sanierung der Stadtwerke

Die Farbe blätterte ab, der Putz hatte Risse, durch die Fenster zog’s: das Verwaltungsgebäude der Bad Hersfelder Stadtwerke in der Kleinen Industriestraße musste dringend saniert werden. Da die Stadtwerke als Partner des Altbausanierungsprogramms „Bad Hersfeld saniert sich“ auch Vorbildfunktion haben, wurde der so genannte „Altbau“ aus der Mitte des letzten Jahrhunderts in den letzten Monaten grundlegend energetisch saniert.

Das Architekturbüro Dietz und der Klimaschutzbeauftragte der Kreisstadt, Guido Spohr, haben dabei Hand in Hand gearbeitet

Gut gedämmt

Um Energie einzusparen gehörten die Dämmung und neue Fenster zu den wichtigsten Maßnahmen. Durch den Einbau neuer Wärmeschutzverglasungen in die vorhandenen Fensterrahmen konnten die Wärmeverluste der Fenster um rund 50 Prozent reduziert werden. Gleiches gilt für den Austausch der Eingangstür zum Verwaltungsgebäude der Stadtwerke, wo nun eine neue, gut wärmedämmende Aluminiumtür montiert wird, die nicht nur Energie spart sondern auch belastbarer und langlebiger ist. An die Außenwände des Gebäudes wurde ein 14 Zentimeter dickes Wärmedämmverbundsystem montiert. Die Energieverluste durch die Außenwände konnten durch diese Verbesserung sogar um rund 80 Prozent gesenkt werden.

Weitere Energieverluste entstehen in Bereichen, wo unterschiedliche Bauteile aufeinander treffen, z.B. im Übergang zwischen der Außenwand und dem Dach. Diese sogenannten Wärmebrücken wurden durch zusätzliche Wärmedämmung am Gesims und am Sockel erheblich minimiert. Ebenfalls wurden die Fensterlaibungen gedämmt, um auch hier den Übergang vom Fenster zur Wand zu optimieren.

Da weite Teile des Altbaues der Stadtwerke von der Sonne beschienen werden, war die Erneuerung der zum Teil defekten Sonnenschutzrollos unabdingbar, um in den Räumen ein angenehmes Klima zu schaffen. Jetzt reduzieren elektrisch betriebene, außen liegende Rollos die Wärmebelastung der Räume im Sommer. Im Zuge der energetischen Sanierung wurden auch die elektrischen Anlagen optimiert. Alte Leuchten im Gebäude wurden ausgetauscht und mit neuen Leuchtmitteln bestückt, sowie eine energiesparende Außenbeleuchtung montiert. In die Modernisierung der Stadtwerke-Gebäude wurde auch der „Neubau“ mit dem Kundencenter einbezogen. Hier wurden die Fenster komplett ausgetauscht, die Obergeschossdecke mit Zellulosedämmstoffen versehen und ebenfalls neue Leuchten mit optimierten Reflektoren eingebaut.

Moderne Farbgestaltung

Auf den ersten Blick sichtbar für Passanten und Kunden der Stadtwerke ist die Veränderung in der Architektonik: Das gesamte Objekt tritt nun einheitlich in neuer Farbgestaltung auf. Waren die Mauern bis Anfang des Jahres noch in einem verblichenen gelblichen Ton gestrichen dominiert jetzt eine moderne Farbgestaltung mit Weiß, Grau und einem satten Rot. Vor allem die Eingangsbereiche zum Kundencenter und in das Verwaltungsgebäude erstrahlen in der Farbe des Logos der Stadtwerke, dem Rot. Die farbliche Betonung des Haupteinganges dient zudem der schnellen Orientierung der Besucher. Das Fassadenbild des „Altbaus“ ist geprägt von den vielen Fenstern und einem Kasernenbaustil. Um diese Ansichten der Nutzung eines Energiedienstleisters gerecht werden zu lassen wurden sie nach neuzeitlichen architektonischen Gestaltungskriterien angelegt. Städtebaulich wirkt das Gebäudeensemble an der starkbefahrenen Straße nun als moderne Adresse.

Mit dem Abschluss der energetischen Sanierung ist die Arbeitssituation für die 74 Mitarbeiter der Stadtwerke viel angenehmer geworden. „Wir haben ein besseres Raumklima und kaum noch Straßengeräusche“, freut sich auch der Geschäftsführer der Stadtwerke, Peter Sobisch. „Unser Gebäude ist nicht nur modern, sondern auch energetisch auf dem neuesten Stand“. (ley)

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