Neue Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetz

Ist mein Ofen umwelttauglich?

Die neue Erste Ver­ordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes (1. BImSchV) enthält erstmalig Grenzwerte für Kohlenmonoxid (CO) und Staub sowie Mindestwirkungsgrade für emissionsarme neue Einzelfeuerungsanlagen.

Zunächst gilt für alle Betreiber von Feuerungsanlagen: Bis 31. 12. 2014 hat eine Beratung durch den Schornsteinfeger über die richtige Bedienung der Feuerstätte, die ordnungsgemäße Lagerung der Brennstoffe und die Besonderheiten beim Umgang mit festen Brennstoffen verbindlich zu erfolgen. Für Altanlagen gibt es andere Regelungen. Der Fortbetrieb der Feuerstätte ist ohne Einschränkung gestattet, wenn sie in die folgenden Kategorien fällt.

1. Die Feuerstätte gilt als historisch, weil sie vor dem 1. Januar 1950 errichtet wurde.

2. Die Wohnung wird ausschließlich mit Einzelraumfeuerungsanlagen beheizt.

3. Die individuell gefertigte Einzelraumfeuerstätte ist ein Wärmespeicherofen.

4. Es handelt sich um einen Badeofen.

5. Herde und Backöfen, die nicht gewerblich genutzt werden.

Andere Feuerstätten dürfen die Emis­sionsgrenzwerte von 0,15 Gramm Staub und 4 Gramm Kohlendioxid je Kubikmeter Abgas nicht überschreiten. Ohne Prüfstandsmessbescheinigung des Herstellers hat der Schornsteinfeger vor Ort eine Messung vorzunehmen. Kann der verlangte Nachweis bis zum 31. 12. 2013 nicht erbracht werden, gibt es drei Möglichkeiten: a) Nachrüstung der Anlage zur Reduzierung der Staubemissionen nach dem modernen Stand der Technik. b) Austausch der alten durch eine emissionsarme neue Feuerstätte. c) Weiterbetrieb der Feuerstätte mit Befristung. Hierbei gilt das Alter. Bis 31. 12. 2012 hat jeder Betreiber die Pflicht, das Alter der Anlage vom Schornsteinfeger feststellen zu lassen.

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