Immer mehr Besucher beim Neujahrsempfang der Werbegemeinschaft Philippsthal

Ein Lob auf die Gemeinsamkeit

Philippsthal. Der Neujahrsempfang der Philippsthaler Werbegemeinschaft entwickelt sich allmählich zur Leitveranstaltung dieser Art auch über die Werratal-Kuppenrhönregion hinaus. Denn mehr als 500 Gäste kamen diesmal in die Kreuzberghalle, so dass noch kurz vor Beginn zusätzliche Tischen und Stühle aufgestellt werden mussten.

Ein gut gelaunter Werbegemeinschaftsvorsitzender Uwe Kondziella freute sich dann auch, trotz des im vorigen Dezember angekündigten Weltuntergangs, alle Besucher wohlbehalten begrüßen zu können. Dabei lässt sich die Bedeutung des Neujahrsempfangs nun daran erkennen, dass die Liste der namentlich erwähnten Gäste aus Politik, Gewerbe und anderen Institutionen von Jahr zu Jahr länger wird.

Es gehört zu den Führungsprinzipien von Uwe Kondziella, zunächst den vielen freiwilligen Helfern zu danken, die Großereignisse wie das Oldtimertreffen und die Gewerbeausstellung „PhiFa“ erst ermöglichten. Im vergangenen Jahr seien über 100 Personen am reibungslosen Ablauf beteiligt gewesen, zählte er auf. Und welche Anziehungskraft die Philipsthaler Veranstaltungen inzwischen genießen, beweist das letztjährige Oldtimertreffen im Schlosspark. Trotz des ganztägigen Dauerregens kamen unzählige Besucher, um sich die automobilen Raritäten vergangener Epochen anzuschauen. Aber auch die Beteiligung der Werbegemeinschaft an den Kirmesumzügen der Ortsteile sowie die Nikolausrundfahrt und der Vereinsweihnachtsmarkt sind wichtige Termine im Jahresablauf. Die Zukunft fest im Visier, warb der Vorsitzende allerdings schon jetzt für die PhiFa am 22. und 23. Juni. Es habe so zahlreiche Voranfragen gegeben wie nie zuvor, weckte er Erwartungen auf eine Ausstellung mit vielfältigen Angeboten und einem abwechslungsreichen Programm. Mit der Bekräftigung: „Nur gemeinsam schaffen‘s wir“, wünschte Kondziella ein erfolgreiches Jahr 2013.

Darauf hofft zudem Bürgermeister Ralf Orth, der sich nach Ablauf seiner ersten Amtszeit in diesem Jahr zur Wiederwahl stellt. In seiner Rede jedoch ging er wesentlich auf die gegenwärtige Situation des Kaliwerkes Werra und die Millioneninvestition zur Verringerung der Abwasserbelastung ein. In diesem Zusammenhang kritisierte er die ständige Vorverurteilung jeglicher Genehmigungsverfahren. Deutschland habe ohnehin die strengsten Wasserschutzbestimmungen in der EU, vielleicht sogar weltweit. Die genehmigenden Behörden würden eine Zusage deshalb nicht leichtfertig erteilen, betonte Orth. Außerdem hinge vom Betrieb der Kaliindustrie die Wirtschaftskraft einer ganzen Region ab. Bei Verringerung oder sogar Einstellung der Produktion gingen viele Arbeitsplätze verloren, für die es hier einen Ersatz gebe, warnte der Philippsthaler Bürgermeister abschließend vor den Folgen. Mehr frohe Stimmung im Rahmenprogramm verbreiteten Helga Schuldt und Karl-Heinz Göttlich vom „Gaethsemicher Bauerntheater“ bei einer Tanzvorführung sowie die 13-jährige Lea Herrmann mit ihrem Auftritt als Nachwuchssängerin. Hartmut Dingelr war in bewährter Weise für die musikalische Begleitung der Veranstaltung zuständig. (ha)

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